Donnerstag, 16. Juli 2009

Deine Mutter heisst Robert, ist 30 und rollt mit 'ner Glatze durch die Gegend..

Clayfield College Boarding School. - try to survive! Allzu dramatisch ist es nicht. Vorgestern war der erste Tag, an dem es so warm war, dass man problemlos den ganzen Tag in shorts haette rumlaufen koennen, ohne Bedenken zu haben, dass man in geraumer Zeit erfriert.. Pech fuer uns, ab ins Internat! Auf der Fahrt ein mehr oder weniger ruhiges Nickerchen absolviert, erreichen wir das Boarding House. Zwischen Gitterstaeben vor den Fenstern, Waschraeumen mit Metallduschen und wirklich kleinen Zimmern, die die Maedchen sich zu zweit teilen, sind wir heilfroh, als wir, die Glueckspilze schlecht hin, jeder ein Einzelzimmer mit seperatem Badezimmer haben. Hahahaha! Die Australier ein wenig neidisch, wir erleichtert. Nachdem wir unser Gepaeck sicher in unseren Zimmern verstaut haben, heisst es dinner time. Halb sechs abends... Als wir fertig sind, bekommen wir Bettwaesche und gewinnen sogar den Kampf mit unserer Matratze. Tatsaechlich aber, macht sich danach schon wieder der Hunger breit und so freuen wir uns sichtlich auf das supper. Dieses jedoch, stellen wir spaeter fest, besteht aus gerade mal einem Keks und einem halben Glas Milch.. Die Asiaten stuerzen sich sofort auf den Nachtsnack. Verblueffend. Zurueck im Zimmer fragen wir uns, was die Australier den lieben langen Tag so treiben. Duerfen sie ja nicht mal nachmittags raus und um neun Uhr geht das Licht im Flur aus.. Also starren wir um die Wette die Wand an und Amelie ist so verzweifelt, dass sie fruehzeitig schlafen geht. Ich allerdings versuche erst einmal mein Zimmer ein wenig wohnlicher zu machen. Schliesslich ist dieses fuer die naechsten sieben Tage mein "Zuhause". Ich suche mir also allmoeglichen Kram zusammen.. von meinem absolut gelungenem Schlangenfoto ueber ein buntes Taschentuch, bis hin zu Sonnenbrille und Grusskarten. Ich schaue mir noch ein paar Fotos an und typisch fuer mich, faellt mir kurze Hand meine Kameralinse hinter mein Bett. Gluecklicher Zufall, laesst sich das Bett ja so gut verruecken mit seinem tonnenschweren Gewicht. Ich haenge also ca. eine halbe Stunde ueber der Bettritze und versuche meine Linse mit saemtlichen Dingen (Pulliaermel, ipodkabel, Stift, Kleiderbuegel..) aus der Dunkelheit rauszukicken. Triumph!! Dieser Tag allerdings, war auch nicht gerade der meine. Angefangen damit, dass ich meine morgendliche Dusche missen musste, weil ich bemerkte, dass ich gar kein Shampoo mehr hatte, ging der Spass beim Fruehstueck weiter. Die "katinkarischen Gene" sind wohl mittlerweile auf mich uebergesprungen. Ihr muesst euch das so vorstellen. Ich, eine der Deutschen geht zu den sechs verschiedenen Mueslihaltern, oeffnet die erste Klappe und diese bricht ab. Wunderbar! Nach einem ausgiebigem Fruehstueck bestehend aus Toast, Spiegelei, Bacon und Kellogs, geht es weiter zu den lessons. Die schulische Tracht, der Knaller! Zum Glueck komme ich drum herum... Erstaunt sind wir darueber, dass das australische Leistungsniveau so niedrig ist, dass selbst wir, die Deutschen im Englischunterricht der zehnten Klasse, im buchstabieren besser abschneiden,als die einheimischen. Ein wenig hart, wenn man Woerter der eigenenen Sprache buchstabiert und darin auch noch Fehler macht.. Naja!Unglaublich! Mittlerweile sind schon zwei weitere Tage vergangen. Die Internatsleute sind sehr abgedreht und ziemlich experimentierfreudig, wie sie uns erzaehlen.. kein Wunder! Sind "verbotene Dinge" doch gleich noch interressanter hier im Gefaengnis.. Haare werden unter dem air conditioner getrocknet, der Name Amsterdam und die Frage nach dem Alkoholkonsum in Deutschland steigt, wir werden langsam immer freakiger... Aber hey, wen kuemmert's, wir werden unser geliebtes Heimatland doch eh wortwoertlich in den Schatten stellen (das junk food ist einfach zu ueberlebenswichtig). Das Chlorwasser verursacht Glatzkoepfe und wir werden vor lauter Langeweile und dicken Fressattacken bei unseren Eltern die Frage aufkommen lassen, warum diese uns nicht besser Robert genannt haetten.. Sport meine Freunde! Das ist es, was wir brauchen! Eigentlich gibt es hier ja genug Angebote, nur leider ist die Elite noch nicht mal im Stande einen Tennisball geradeaus zu schlagen.. Der Wind pfeift uns taeglich um die Ohren und die Vorfreude auf Cairns wird immer groesser. Trotz miesem Wetter...War uns doch tatsaechlich erlaubt die Wetterseite zu besuchen. Wirklich knifflig bei all den geblockten Seiten. Die Schueler sollen sich schliesslich ausschlieslich auf die Schule konzentrieren. Die Vorhersage fuer die uns angeprisen sonnig, warme Stadt lautet jedenfalls: Erster Tag.. 29 Grad, Gewitter.. zweiter Tag..27 Grad, Regen.. dritter Tag 28 Grad, Regen... Yippieh Yeih! Fuenf Wochen Australien und nicht ein Tag so perfekt, dass man sagen koennte: wow! Wir haben trozdem unseren Spass und versuessen uns die Stunden der Langeweile mit glaenzendem Sarkasmus. Der letzte Schultag wird morgen noch ueberwaeltigt und Montagmorgen heisst es dann dem "Frauenknast" mit dem Taschentuch hinterher zu winken. Das Aufholen der "deutschen Braeune" wurde mittlerweile schon auf Eis gelegt und der Traum von einer freien Tischordnung in der dinining hall verworfen. Man sollte die asiatische Gegenwart schaetzen. Vielleicht kann man ja noch Freundschaften knuepfen.. Nuetzlich allemal!

Samstag, 11. Juli 2009

Always where I need to be

Der gestrige Tag ist nicht weiter erwähnenswert. Nachdem es halb eins, halb zwei, halb drei wurde und ich immer noch nicht schlafen konnte, blieben mir ganze zwei Stunden bis mein Wecker das erste mal klingelte. Halb fünf.. wunderbar. Ich stand gegen 5 Uhr auf, machte mich fertig. Gegen viertel vor sechs saßen wir in Richtung Clayfield College im Auto. An der Schule angekommen, einernhalb Stunden benötigt man immerhin.. in den doch schon.. sehr komfortablen Schulbus gestiegen, ab ins Nirgendwo! Die deutschen Schülerinen zwar noch bester Laune, doch ungewiss, was sie vom Tag erwarten sollten. aWir tuckelten an die zweieinhalb Stunden durch die Gegend, bis wir schließlich Johndaryan Woolshead, eine kleine Farm, erreichten. Zunächst stand erst mal eine Besichtigungstour auf dem Programm. Diese jedoch war für uns wohl eher eine Plauderstunde, konnte doch niemand, absolut niemand, nicht einmal die Lehrer oder die Australier, den kleinen, bärtigen Mann, wie aus dem Bilderbuch passend auf diese Farm zugeschnitten, mit seinem Kauderwelschakzent verstehen. Wir sahen, wie die Leute früher auf der Farm mit wirklich wenig gelebt haben und richteten unsere Augen auf ein Schaf, dass geschoren wurde. Um halb zwölf wurde die lunch time eingeleutet. Nachdem wir aber unsere Portion WürstCHEN mit Toast verdrückt hatten, wollten unsere Mägen immer noch keine Ruhe geben. Naja! Danach hieß es immerhin Damper machen. Das ist hierzulande quasi das "Bauernbrot", weil man lediglich Mehl, Wasser und ein wenig Salz benötigt um es zuzubereiten. Gute zwei Stunden später konnten wir dies abholen und vertrieben uns die Zeit mit dem Austausch unserer bisherigen Erfahrungen. Das Tiere füttern ließen wir ausfallen. Übel, war das Brot nicht, doch könnte es ein wenig mehr Inhalt vertragen. Alle verdrückten ihr selbst gemachtes Damper und wir machten uns auf den Weg nach hause. Nachdem wir mit dem gemütlichen Schulbus wieder zur Schule getuckert waren, verpassten wir natürlich erst mal unsere Bahn nach Buderim und warteten eine halbe Ewigkeit auf den nächsten Zug. Dann hieß es zwischendurch noch einmal umsteigen und wieder eine halbe Stunde warten. Unser Abendessen bestand bis zu diesem Zeitpunkt aus Gummizeugs, Crackern und Schokolade. Wir saßen also insgesamt an diesem Tag über sechs Stunden in Auto, Bus und Bahn, um ein Mehlbrot zu backen. Aber halb so schlimm, es war ganz interessant mal zu sehen, wie die Leute früher und auch noch heute so abgelegen von Industrie und Zivilisation nur im eins mit den Tieren leben und es tat gut mal die anderen Deutschen wieder gesehen zu haben. Der heutige Tag toppt also trotzdem unbedingt gestern. Es ist schon wieder Mittagszeit, als wir im Café sitzen und unser frisch getoastetes Schinken/Käsesandwich verdrücken. Nach dieser Stärkung geht es erneut nach Mooloolaba. Das Wetter ist heute definitiv auf unserer Seite und schenkt uns einen wolkenfreien Himmel. Zwar mit Wind, aber immerhin 19 Grad und einer wärmenden Sonne. Ich beschließe, dass ich keine Lust habe nur faul im Sand rumzuliegen und den Strand auf eingene Faust zu erkunden. Ich wähle also nicht die Badestrandseite, sondern die andere, Felsenbestückte für meinen Spaziergang aus. Über Stock und Stein immer der Sonne entgegen, schaue ich den Wellen zu, wie sie den Weg ans Ufer finden und an die Felsen klatschen. Immer weiter laufe ich und nehme das erste mal seit ich hier bin den Geruch der Freiheit wahr. Schließlich erreiche ich eine mehr oder weniger kleine Bucht. Das Getummel der Surfer ist kaum zu übersehen. Ich setze mich hin und schau ihnen zu, wie sie die Wellen brechen. Ein ungeheueres Gefühl muss das sein, ein Stück der Natur zu nutzen und dieses zu bezwängen. Nach einer Weile mache ich mich wieder auf den Weg zurück. The Kooks pusht an diesem Nachmittag meine Laune und die Einsamkeit im Einklang mit Sand unter den Füßen gibt mir ein wohlwollendes Gefühl. Als ich den von uns besetzten Platz am Strand wieder erreiche, sind die anderen beiden bereits dabei aufzubrechen. Sie zeigen mir noch eine Nachricht, die sie mir hinterlassen wollten, damit ich sie finde und ein Grinsen streift mein Gesicht, als ich das mit Eyeliner und Nagellack bekritzelte Holzstück vorfinde, was mir den Weg weisen sollte. Ein neuer Nachmittag gefüllt mit schönen Impressionen des Landes neigt sich nach einem Starbucksbesuch dem Ende. Wie Andreas Tenzer schon sagte: " Der kreativste Künstler ist die Natur. " Ein gutes Schlusswort für einen relaxten Tag.

Donnerstag, 9. Juli 2009

Where were the homeless today?

Fast ist der Tag schon vorbei, so unsere Gastmutter, als wir gegen 14 Uhr im Café eintrudeln. Die Frage, was ich zum Frühstück gegessen habe, kann ich leider nur verneinen, da ich bis kurz nach eins im Bett gelegen hatte.. hatte mich schließlich auch keiner geweckt, warum also aufstehen. Nachdem die einen ihre zweite und andere also ihre erste Tagesmahlzeit zu sich genommen haben, fahren wir zum Plaza, dem einzigen Shoppingcenter der Umgebung. Wir lassen Tash bei einer Freundin und erkunden die Geschäfte auf eigene Faust. Wir finden trotzdem nichts zum Einkaufen. Die Schaufenster wollen uns eben wieder in die Irre führen.. Wir treffen uns gegen 16 Uhr wieder, dann heißt es movietime! Wir entscheiden uns für Ice Age 3D. Wirklich heiße !"Nerd-Brillen", die wir da aufhaben. Nachdem wir bei unserem Toilettengang unsere Kinokarten vergessen und ich fragen muss, ob wir eben so zum Klo und wieder zurück huschen können, kommen wir gerade richtig zum Beginn des Films im Saal an. Doch, -what a shame! unsere Plätze sind besetzt und alle anderen auch. Und so verbringen wir ein paar Minuten damit unsere Plätze einzunehmen, hat die Frau, die diese mit ihren süßen Kinderlein besetzt doch alle Zeit der Welt. Als die Vorstellung vorbei ist und wir gut gelaunt das Kino verlassen, fällt mir auf dem Weg zu den Geschäften auf, dass ich meine Jacke wohl auf meinem Platz liegen gelassen haben muss. Wobei ich mich gar nicht erinnern konnte sie da gelassen zu haben. Also gehen wir schnell ins Kino zurück und müssen mit insgesamt drei Leuten reden, bis wir zurück in den Saal dürfen, um nach meiner Jacke zu suchen. Wiederum auf dem Weg dort hin, fällt mir auf, dass sich meine Jacke nicht im Kinosaal, sondern in meiner Tüte befindet. Wir verlassen das Gebäude also so schnell, wie möglich.. typisch?! Bei Mc Donalds das Dinner genossen, fällt uns auf, dass wir einen Cheeseburger zu viel bekommen haben. Diesen wollen wir eigentlich an einen Obdachlosen loswerden oder aber auch einen AUstralier ohne Schuhe. Solche finden wir aber nicht und so ist ein Passant der Glückspilz des Abends. Zuhause wird dann noch Sweet Home Alabama angeschmissen. Ein gelungener Abschluss eines doch recht amüsanten Tages!

Mittwoch, 8. Juli 2009

Old Mc Donald had a farm. Hihahiaho!


Australia Zoo. Es braucht wirklich seine Zeit bis man das komplette Gelände erkundet hat. Selbst für Nichttierliebhaber wird der Besuch des Parks zum Erlebnis. Zwischen Krokodilen, Elefanten, Schlangen und anderen Kreaturen, die man sonst so schnell nicht zu Gesicht bekommen würde, sind die Pfleger freundlich, die Tiere zutraulig. Lassen sich streicheln und füttern. Ja sogar Fotos lassen sie mit sich machen. Normalerweise würde dies wohl eher in die Rubrik Tierquälerei fallen. Allerdings scheinen Koala und Co nicht ganz abgeneigt von dem Kontakt zu den Leuten und können sich vor lauter Zuneigung kaum retten. Das die Schlange, die ich auf dem Arm hatte allerdings auf Kuscheleinheiten steht, wage ich zu bezweifeln. Ein anmutiges Tier mit schuppiger Haut, unbeschreibliches Gefühl, wenn man diese berührt. Kalt, weich und glatt. Auch die Kangeroos hüpften munter und zutraulich durch die Gegend. Fragte man sich trotzdem, warum eines auf einmal ein wenig abdrehte und die Leute anzuspringen schien. Explizit Amelie.. Wir hatten heute jedenfalls unseren Spaß. Zu Beginn wurde uns direkt eine gute Show geboten. Vögel landeten auf den Köpfen der Zuschauer, Krokodile und Schlangen spiegelten ihr Antlitz im Wasser. Unverständlich, warum Leute 2300 Dollar bieten, um einen Tag mit den Elefanten zu verbringen, aber naja.. jedem das seine! Crocodile Hunter Figuren und T-shirts sind immerhin auch nicht jedermanns Sache. Auf jeden Fall war dieser Besuch seiner Wert. Auf, dass die Koalas nicht mehr allzu sehr stinken und ihre wohl verdiente Saubereinheit bekommen!




Dienstag, 7. Juli 2009

It's raining men, halleluja!

Sunshine Coast. Sonnenschein pur. Könnte man meinen, ja. Dem war heute jedoch nicht so. Aufgewacht vom Prasseln des Regens an den Fenstern, unter die Dusche gehüpft und ab geht's nicht in den Australian Zoo, sondern zum Bowlen. Amüsant war es. Ja, das muss man schon sagen. Schlug ich mich doch gar nicht so schlecht. Witzigen Anblick boten so manche Würfe, die beide Male in der Kuhle landeten. Wobei man wissen sollte, dass das nicht meine waren.. Weiter ging es danach nach Nowsa. Ein weiteres kleines Städtchen hier in der Nähe. Viele Leute fahren dort zum Urlaub machen hin. Anders als in Mooloolaba, wo sich die Einkaufsstraße auf einer Seite und der Strand auf der anderen befindet, ist es hier so gehandhabt, dass auf beiden Straßenseiten Geschäfte und Cafés zu finden sind. Der Strand versteckt sich hinter den Gebäuden. Einen schmalen Steg entlang gelaufen, den wunderbar weiten Blick auf das Meer genossen. Das Gefühl ein kleines Stückchen Selbstfund zu spüren, verliert sich das Bewusstsein in der unendlichen Weite. Wir liefen noch weiter bis zu einem Fluss, der sich durch die kleine Stadt zieht. Häuschen an Häuschen gebaut. Ein wunderbarer Anblick. Australische Idylle. Man sichtete ein paar Angler, die vergeblich versuchten einen guten Fang zu machen. Bötchen auf dem Wasser, ein paar Kinder mit Luftmatratzen und anderen Spielzeugen. Undenkbar in Deutschland bei unseren Gewässern. Wenn es das Wetter morgen zulässt, geht es also dann in den Zoo. Ich könnte hier mittlerweile schon meinen eigenen kleinen Tierpark haben, würde ich die Käfer zusammen zählen, die ich schon im Bad erlegt habe.. Schwer nachvollziehbar, wie diese überhaupt ins Haus gelangen. Ist doch vor jedem Fenster hier ein Mückennetz zu finden. Naja, Geckos schaffen es ja schließlich auch. Auf, dass die "King-Festung" nicht noch von größeren Kreaturen gestürmt wird.

Sonntag, 5. Juli 2009

Three weeks left!


Heute ist der sechste Juli. Ein besonderer Tag. Hat doch sowohl meine Austauschschülerin, als auch mein allerliebstes Schwesterherz Geburtstag. Ich bin in Gedanken dabei. Die letzten Tage ist nichts weiter aufregendes passiert. Ich kurrierte mich noch weiter aus. Verbrachte einen Tag damit mich faul in die Sonne zu legen, den Whirl Pool erneut zu benutzen, zu essen und zu schlafen. Vorgestern startete der Tag damit, dass ich meine Zahnbürste im Bad verloren habe. Das muss man erst einmal schaffen. Wunderte ich mich doch sehr, als ich das am Abend vorher benutzte, pinke, Hilfsmittel zur Reinigung meiner Beißerchen, in der Frühe des nächsten Tages nicht mehr finden konnte. How strange is that?! .. Weiter ging es zu Underwaterworld. Ähnlich, wie das Sydney Aquarium. Ihr erinnert euch? Kaum etwas ist langweiliger, als Fische.. Undwaterworld war allerdings etwas interessanter. Gab es zudem auch noch lauter andere hässliche Kreaturen. Zwischen "Spidercrabs", größer, als meine Beine lang sind und anderen absurden Viechern, die man kaum identifizieren konnte, sahen wir Otter, Robben, Haie, Frösche und noch vieles mehr. Am Abend dann ging es weiter mit dem "Harry Potter-Marathon" den wir begonnen hatten. Schließlich wollen wir alle Filme noch einmal gesehen haben, bevor wir uns den sechsten Teil im Kino anschauen. So sahen wir das Ende des zweiten Teils, den dritten und den vierten. Gestern dann, ging es weiter mit dem fünften. Meines Erachtens der Schlechteste. Vorher am Nachmittag, waren wir nach Montville gefahren. Eine kleine "Stadt" bestückt mit lauter bunt und nett aussehenden Häuschen, gelegen inmitten der Hügellandschaft der Sunshine Coast. Zwischendurch hatten wir immer wieder angehalten, um die Aussicht zu genießen. Der Ausblick so einzigartig, nahe dem des National Parcs. Das Auf und Ab der Hügel zieht sich weitläufig über viele Kilometer. Büsche und Bäume, Wiesen und ein paar Straßen, so weit das Auge reicht. Das Meer wahr unschwer auch zu erkennen. Das Ende unklar verborgen. Mit Blick auf die Glashouse Mountains wurde dann noch ein Picknick gemacht. Wir waren ganz schön am bibbern, so kalt war es. Eine weitere Woche australisches Abenteuer ist nun also zu Ende, eine neue bricht an. Ab heute sind es nur noch drei Wochen, bis die Nähe der Liebsten daheim wieder zu spüren ist. Ganz besondere Grüße gehen an diesem Tag an die kleine, rebellische little Miss, die normalerweise über mir wohnt. Auf, dass sie merkt, wie gerne ich jetzt bei ihr wäre. Ich denke an euch, have a very nice day! Die Tagesplanung für heute und die nächsten Tage ist noch ein wenig auf Eis gelegt. Australian Zoo, so wie ein Besuch auf einer Farm, Fabrik und das Erklimmen einer der Glas House Mountains steht noch auf dem Programm. Wir werden sehen, was die Woche bringt

!

Mittwoch, 1. Juli 2009

Schweinegrippe ahoi!


Wir schreiben den ersten des Monats. Der Himmel so farbig, wie nie. Die Hälse so rot und schleimig, wie keinen Tag davor. Es ist zehn Uhr, als unsere Lehrer vor der Türe stehen und klopfen. Anders können sie sich nicht bemerkbar machen, denn eine Klingel gibt es im Hause King nicht. Erschrocken weichen sie einen Schritt zurück, als unser, bzw. mittlerweile mein äußerst nett klingender Husten das erste mal ertönt. Mrs King ist auch im Haus und nach einem etwas längeren Gespräch, wird entschieden, dass die Praxis erst mal nur von den Lehrern unsicher gemacht werden soll, damit uns eine lange Wartezeit erspart wird. Gegen elf stehen sie also erneut im Wohnzimmer, bestaunen derweil das Haben der Kings. Weiter geht es also zum Arzt. Um eine ätzende Wartezeit im Wartezimmer sorgen wir uns nicht mehr, denn wir müssen schön im Auto warten, bis wir reingebeten werden. Könnte der laute Husten doch die anderen Patienten erschrecken.. Unsere liebsten Lehrer gesellen sich dabei lieber aus dem Wagen raus, melden uns an und setzen sich doch recht amüsiert auf den des Autos gegenüber liegenden Bürgersteig, als sie uns mit einem breitem Grinsen im Gesicht die berüchtigten Mundschutzmasken reichen. Wir trauen unseren Augen kaum und kriegen uns vor lachen kaum ein. Derweil werden besonders viele Witze über die Schweinegrippe gerissen. Wären doch, würden wir sie haben, auch alle anderen dran, mit denen wir in den letzten Tagen Kontakt hatten. Auch die Lehrer.. Dies betonen wir auch immer wieder gerne und so trauen sie sich nur noch ein einziges Mal an den Wagen, um ein Foto zu schießen. Später würden wir da lustig finden. Mit Sicherheit.. Ist es ja auch kaum warm unter den doch schon schick aussehenden Masken. 27 Grad und Husten, pah! Es gibt nicht viel, was das toppen könnte, ist doch der wärmste Tag der Woche angebrochen. Nun denn. Ein Arzthelfer tritt also aus der Praxis aus, winkt uns von weitem und bittet uns drinnen gleich weiter zum Onkel Doc. Dieser bittet mich natürlich die Makse anzubehalten, weil Amelie ihr Gekeuche mittlerweile unter Kontrolle hat und so sitze ich dort auf diesem schönen Stuhl gegenüber vom Arzt und frag mich, womit ich das alles wieder verdient habe. AUsziehen darf ich den Mundschutz regelrecht nur ein paar Sekunden, damit mir in den Hals geschaut werden kann. Mhhh... Die Diagnose lautet aber nun zum Glück Bronchitis und keine Schweinegrippe. Ich muss also nicht um mein Leben fürchten, sondern mein Fieber und Gekrächze mit Saft und inhalieren stillen. Mitterweile schon unzählige Halstabletten gelutscht, Tee und spezielle Hausmittel der Australier zu mir genommen, was da zum beispiel wäre, Zitrone mit Honig, Brandy und Wasser vermischt, liege ich jetzt für zwei Tage flach. Den Camping Trip wird wohl keiner antreten können. Entertaining wird sicher trotzdem gegeben sein, sind die hier vorhandenen Filme doch kaum überschaubar. Ab und an zeigt auch die Sonne ihr Gesicht, also wird man die Tage der Krankheit schon irgendwie rumkriegen. Hofft man jedenfalls! Die deutschen Gedanken bleiben bei so wenig Tun und Schaffen natürlich nicht aus und so sende ich spezielle Grüße an alle Lieben daheim und hoffe, dass die Distanz euch genauso vermissen lässt, wie ich euch. Wenn die Bronchitis erst mal überwunden ist, geht es weiter bergauf und dann wird das australische Land weiter auf den Kopf gestellt und es gibt wieder mehr zu berichten. Alles Gute aus der Ferne, auf, dass die "Cyberviren" nicht bis zu euch vordringen! Optimisten stehen nicht im Regen, sie duschen unter einer Wolke.

Dienstag, 30. Juni 2009

Die Sonne geht auf, die Sonne geht unter..

Keine Angst vorm Fliegen, keine Angst vor der Ferne, keine Angst vor Heimweh, keine Angst vor der Familie..Die Größte und zwar die des Krankseins lässt mich nicht in Frieden. Den morgigen Besuch beim Onkel doc als Lichtblick im Auge, will das Röcheln und Krächzen kein Ende finden. Zwischen Taschentüchern und Halstabletten, will ich versuchen das Tagesgeschehen noch nahe zu legen. Übel war dieses nicht. Ein gemütliches Frühstück auf der Terasse verzerrt, ging es auch schon ab in den Whril Pool. Mit anschließendem Sonnen wurde der Ansporn zum Bräunen eingeleutet. Wir machen uns fertig und auf zum Café. Lunchtime! Auf dem Weg dorthin fallen Amy und ich weit von den anderen beiden ab, da wir genug Probleme damit haben unsere neuen Schuhe einzutragen und ihre verursachenden Schmerzen mit kleinen Schritten zu verringern. Naja, wer schön sein will, muss leiden.. Am Mittagstisch angelangt, beschließe ich dann eine richtige Australierin zu sein und meine Füße bequemlicherweise von ihren Qualen zu befreien und fortan für den Rest des Tages barfuß zu laufen. Nachos zum Verzehr gereicht, was ein ausgefallenes Essen, wenn man bedenkt, dass dies in Deutschland nur ein Snack ist. Lecker alle mal, man sollte es probieren! Wir wollen uns also aufmachen zum Strand von Molooloba und merken, dass wir unsere Handtücher vergessen haben. Kurze Hand noch einen Stopp am Hause Kinge gemacht, brauchen wir dann etwa eine Viertelstunde, um die Wellen zu sehen, den Sand unter unseren Füßen zu spüren und die salzige Luft zu riechen. Mit einer doch kühlen Briese um die Nase, heißt es dann mit Anne eine Sandburg bauen, wobei sie beim Sandtransport natürlich ein Boogie Board zertstören muss. Katinkarische Gene machen sich breit! Fertig stellen können wir unser Meisterwerk allerdings nicht, weil es zu kalt ist und unsere Wehwehchen nicht mehr lange mitspielen. Eine Weile haben wir allerdings noch zu warten bis Mrs King das Café verlassen und uns netterweise wieder nach Hause bringen kann. Und so sitzen wir eine geschlagene Stunde mit unseren Boogie Boards, übergeworfenen Handtüchern, wie Penner am Straßenrand an der befahrensten Ecke der kleinen Einfahrt zum Strand. Wieder in Burderin angekommen geht es dann erst mal wieder in das Sprudelvergnügen im Garten, war aufgrund des abprupten Temperaturunterschiedes wohl zu brennen scheint.. Wir sitzen dort bis es dunkel wird, dann ist erst mal nur noch eine Dusche angesagt. Während Amelie schon tod müde ins Bett fällt, versuchen Anne, Natasha und ich die Zeit bis zum Schlafen rumzukriegen. Ein Gesellschaftsspiel spielen.. Bravo! Das klappt natürlich hervorragend, wenn man weiß, was Ziel des Spiels ist. Nachdem wir die Hoffnung bei zwei Spielen aufgegeben haben, erinnert sich unsere Australierin an ein einziges, was sie wirklich kennt. Also heißt es Zauberkessel zählen und verlieren.. Das Spiel, fragt mich nicht, wie es hieß. Es war ein "Harry Potter-Spiel".. schien mich nicht sonderlich zu mögen. Das war ja wohl klar.. Wie auch immer! Zum Abendessen gibt es Spaghetthi, wobei nicht viele auf den Tellern landen bei dem ganzen Junk Food, womit wir vorher schon unsere Mägen erfreuten. Wir schauen nur noch einen Film und lassen den Tag relaxed, wie die vergangenen Stunden dem Ende entgegen gehen. Bakterien und Viren aber bahnen sich nun noch spät bis in die Nacht die Achterbahnkurven durch unseren körperlichen Vergnügungspark und mittlerweile sitzen die zwei kranken Opfer gemeinsam in einem Zimmer und husten um die Wette. Wenn wir nicht ersticken, dann verbringen wir morgen hoffentlich trotz nervig plagendem Kampf gegen das Räuspern und Quälen einen erneuten sonnigen Tag im Gebiet rum um die Sunshine Coast! Ab nach Molooloba! Besondere Grüße an die schon knackig braunen Deutschen! Wir holen schon noch auf..


Montag, 29. Juni 2009

Family's evening

Ein neuer Tag bricht an.Ich wache auf und sehe den strahlend blauen Himmel vor meinem Fenster.
Auf den ersten Blick ein wunderbarer Anblick, auf den zweiten eher depremierend.
War nicht nur Amy, sondern auch ich, die komplette Nacht von nervigem Husten geplagt.
Mittlerweile hat es zwölf geschlagen und das Gekrächze der Deutschen im Hause King ist
immernoch deutlich zu hören.
Wir begeben uns nur zum Frühstück in die Küche und verbringen den kompletten Tag im Bett. Wie ätzend!
Nachdem wir eine Dusche hinter uns brachten und unsere Medizin brav einnehmen, ist der
Husten auf einmal irgendwie nebensächlich, denn es geht uns schon viel besser.
Um sieben Uhr klopft es dann an der Tür und eine lächelnde, weitere, eingeladene
Gastfamilie steht vor uns. Im Hause King die Tische zu einer gemütlichen Runde zusammen gestellt, das Essen auf dem
Herd, wurde ein gemühtliches Beisammensein eingeleutet. Barbecue Dinner mit Hähnchen, Steaks und Würstchen.
Ich bin natürlich wieder als letzte mit dem Essen fertig. Nette Gesprächsrunden starten, während ich im Kampf gegen das Geflügel zum Sieger werde. Mrs King traf am Tag eine Deutsche in ihrem Café. Andrea. Es stellte sich heraus, dass ihre Tochter Alina für fünf Monate zuvor in Burderim zur Schule gegangen war und so lud sie sie, freundlich wie sie ist, kurze Hand zum Abendessen ein.
Andrea alias Mildrid, so nannten wir sie.. warum auch immer.. ist allerdings zu dumm mit einem Navigationssystem die richtige Autobahnausfahrt zu nehmen und fährt ganze zweimal im Kreis den Highway ab. Blondinen...
Sie trudelt also gemütlich mit ihrer Tochter zum Nachtisch ein und fängt auch schon munter
an drauf los zu sprechen. Wenn man das sprechen nennen kann.
Naja, wer weiß, wie lange sie Englisch in der Schule hatte.
Zumindest beherrscht Mildrid so viel von der Sprache, dass sie behaupten kann, dass nur
10 Prozent der Europäer in einem Haus wohnen und der Rest in Wohnungen oder auf der Straße.
Da fragt man sich doch, wie viel Europa die liebe Berlinerin schon bereist hat..
Alina, die ja ganze fünf Monate Gelegenheit hatte ihre Sprache aufzubessern,
glänzt
hervorragend mit einem deutschen Akzent, der mehr dem eines Fünftklässlers, als dem eines Australiers gleicht.
Genug Unterhaltung war also gegeben.
Annes Gastfamilie, ebenfalls sehr nett in der Erscheinung. Zwei Elternteile, zwei Schwestern.
Die eine siebzehn, die andere dreiundzwanzig.
Ein gelungener Abend endet nun. Es ist schon lange Dunkel und mir fallen auch langsam die
Augen zu. In dem Gedanken, dass dieser Tag trotz ewig hingezogenem Bettaufenthalt einen
schönen Ausklang fand, bin ich gespannt auf die nächste Woche und auf den Camping Trip like
"Aussie Style", der uns nächstes Wochenende erwartet.

Sonntag, 28. Juni 2009

Zwischen "Lost in the Forest" und Dreamworld

"You could have a big sleeping tomorrow."
Ja, das wurde uns so gesagt. Normalerweise auch leichter getan, als gesagt.
Ich weiß nicht genau, woran es lag, auf jeden Fall habe ch an diesem Morgen
nicht lange geschlafen.
Immer wieder erneutes Aufwachen störte den Rythmus. Vielleicht ein Ohmen..
Nachdem Amy und ich uns dann aber doch zum Gang in die Küche aufmachten,
um uns ein Glas Orangensaft zu genehmigen, kamen
wir uf die gloreiche Idee, den Fernseher anzumachen.
Schließlich wollten wir unsere,als "drama queen" geborene Gastschülerin nicht
allzu früh aus dem Bett schmeißen.
Wir suchten uns also die schönste, der drei Fernbedienungen aus und ließen uns
auf dengroßen, gemütlichen Sofas nieder.
Amelie übernimmt die Bedienung des Fenstergroßen Bildschirms und plötzlich, wie aus dem
Nichts, geht zwar nicht der Fernseher an, aber eine tiefe Männerstimme erhellt mit Gesang das
ganze Haus. Prima..
Weil das gar nicht laut war, machten wir uns natürlich auch keine Sorgen um unsere
liebe Austauschschülerin.
Die Musik hätte man bis Singapore und wieder zurück hören können, vermute ich.
Nach einer Weile beschlossen wir dann doch die nette Tash zu wecken.
War sogar schon wach, was ein Wunder! Sie beteuert zwar, dass sie von ganz alleine
aufgestanden war, aber wer weiß, ob sie vielleicht zur Abwechslung mal höflich sein wollte.
Nachdem wir uns zwei Stunden Zeit ließen, um uns
gemütlich und in Ruhe fertig zu machen, brachen wir auf, um zum Café zu laufen und dort
in der mittlerweile eingetretenen Mittagszeit unser Frühstück zu genießen.
Dort angekommen, gab es dann erst mal Ham & Eggs, einen leckeren Tee dazu,
Perfektes Essen für den Start in den Tag.
Unsere Kräfte brauchten wir aber auch für diesen,
Wir machten uns wieder auf den Weg nach Hause und begegneten dabei ganzen sieben
Leuten ohne Schuhe. Seltsam, wenn man bedenkt, dass man in Deutschland gar nirgendswo rein
kommen dürfte und als arm gelten würde, wenn man keine tragen würde. Außer am Strand natürlich.
Auf dem Rückweg stellten wir an die tausend Theorien auf, warum Michael Jackson gestorben war.
War es, dass ihm die Nase abgefallen war und er dadurch nicht mehr atmen konnte oder, dass er
auch Gefallen daran gefunden hatte barfuß rumzulaufen und schließlich daran erfroren war..
Zuhause angekommen, holte uns auch schon Mr King zu einem kleinen Lauf durch eine Waldlandschaft ab.
Wasserfälle waren in diesem zu finden und so stiegen wir an einem uns noch nicht großem
erscheinenden Wäldchen aus und begannen unseren Spaziergang.
Einfach immer gerade aus runter, hatte uns Mr King gesagt.
Ein leichter Weg und er würde uns am Ende wieder abholen.
Dieser "kleine" Gang durch den Wald endete später jedoch ein wenig anders, als geplant,
denn wir bemerkten,dass wir insgesamt drei mal im Kreis gegangen und wieder dort angekommen waren,
wo unser winziges Abenteuer begonnen hatte.
Mrs King die schon telefonisch, wie sollte es auch anders sein.. von Natasha über unseren Umweg
erfahren hatte,war also sofort zur Stelle, um uns den richtigen Weg zu zeigen.
Schon affig irgendwo, aber sehr hilfsbereit, die Dame!
Auf dem Weg zu der Treppe, an der wir achtlos vorbei gegangen waren,
obwohl wir hätten unter ihr weiter zum richtigen
"Pfad" gehen sollen, trafen wir drei weitere Menschen ohne Schuhe.
Dies verwunderte uns doch schon ein wenig mehr. Waren die Pfade doch eher Steine und Äste,
die einen Weg markierten.
Nachdem wir nun aber auf dem richtigen Wege waren, genossen wir die Natur.
Der Regen, der schon die ganze Zeit am Werk war, stört uns nicht weiter.
Der uns vorher so groß angeprisene Wasserfall, war zwar nur relativ klein,
aber sehr schön anzusehen.
Die Bäume und Palmen, so dicht aneinander, schlängelte sich ein kleiner Bach durch die
wäldliche Landschaft.
Über Steine und Brücken erreichten wir schließlich unser Ziel,
Am Abend dann besuchten wir noch die der Eltern gehörende Pizzaria.
Aus dem Steinofen gegarte Pizza schmeckt umso besser!
In Australien findet man auch mehr Belag darauf, als in Deutschland.
Also reicht eine kleine völlig aus, um satt zu werden.
Später hieß es dann Sachen zusammen packen für den geplanten Wochenendtrip an die Gold Coast.
Ein Besuch im Freizeitpark war geplant, hoffentlich bei schönem Wetter.
Explizite Skypegespräche versüßten die Abendstunden und am frühen morgen erheiterte ein Gecko
mit seinerAnwesenheit in der Dusche das Aufstehen.
Wollte dieser sich doch nicht fangen lassen und einfach munter weiter schlafen..
Schon am Vorabend hatte ich ihn entdeckt, als er unter die Kommode des Waschbeckens gehuscht war.
Amy, die eine kleine Fubie vor solchen Tierchen pflegte, war gar nicht erfreut über unseren Besucher
und war froh, dass wir an diesem Wochenende weg fuhren.
Nach dem Frühstück machten wir uns auf nach Dreamworld. So hieß der Freizeitpark, in den wir fuhren.
Auf dem Weg dahin, waren wir sofort wieder am Schlafen.
Drückten nächtliche Gespräche und beantwortete E-mails doch ganz schön auf das wache Bewusstsein.
Den deutschen Gedanken ein wenig entfallen, die Augen kaum aufkriegend hieß es dann Achterbahn fahren
und andere Spierenzchen.
Die etwas bedrückte Laune war uns zwar kaum anzumerken, jedoch schlugen sämtliche Wehwehchen auch
ganz schön auf's Gemüt.
An diesem Abend wollten wir dann nur noch ins Bett.
Ravioli verzerrt, fielen die Augen auch schneller zu, als geplant.
Der nächste moren sah dann auch schon wieder ganz anders aus.
Reflektiert gesehen, sah dieser wie folgt aus:
Verschlafen, duschen, Frühstück, Dreamworld.
Während Natasha und ihr Vater die Wasserwelt des Freizeitparks erkundeten ( dies war ein extra Teil
mit abgefahrenen Rutschen und sonstigen Attraktionen ),
fanden wir die im Freizeitpark vorhandenen Shops doch viel interessanter und tätigten erfolgreiche
Einkäufe.
Wie vereinbart trafen wir die Kings dann am ausgemachten Treffpunkt. Das Alienspiel.
Am Vortag hatten wir schon Bekanntschaft mit diesem gemacht.
Brav hatten wir in der Reihe gestanden, ohne zu wissen, was uns erwartet.
EIn komplett schwarz angezogen und mit Sonnenbrille versehener Mann wartete schon auf uns
und brachte und in einen abgedunkelten Raum, voll mit merkwürdig aussehenden Leucht..
was auch immer,die an den jeweiligen Wänden zu finden waren.
Da wir den doch eher böse erscheinenden, schwarz angezogenen Menschen jedoch nicht verstanden,
weil dieser erstens viel zu schnell und zweitens viel zu tief und nuschelig sprach,
konnten wir unser Grinsen und Gelächter nicht mehr aus unseren Gesichtern verbannen, wussten wir
doch nicht, was wir tun sollten.
Große Bildschirme brachten nun weitere Erklärungen und wir verstanden allmählig, worum es ging.
Leuchtende Westen angelegt, Laserpistolen in die Hand genommen, hieß die Mission die anders farbigen
leuchtenden Leute mit Laserstrahlen zu entkräften.
Amüsiert liefen wir durch die dunkle Halle. Spaßig war dies allemal!
Am heutigen Tag also begaben wir uns wieder zu diesem Spiel.
Was diesmal aber wohl eher der Clue war, war, dass unsere Pistolen nicht funktionieren und wir das Spiel
irgendwie zu überstehen hatten, ohne das unsere Mannschaft völlig platt gemacht wurde.
Hatten wir doch schon mit unfähigen, asiatischen Teammitgliedern zu kämpfen, die die Waffe quasi
falsch herum hielten.
Wir liefen schließlich mit den Händen nach oben durch die Halle, versuchten den gelben Männchen klar
zu machen, dass sie nicht schießen sollten und suchten den Moderator,
Diesen fanden wir jedoch erst in der letzten Minute und da es bei anderen Spielteilnehmern auch Probleme
gab, konnte ein neues Spiel ohne weiteres Warten in der Schlange angeleutet werden.
Was doch wirklich erschreckend ist, dass dieses Spiel schon ab zehn Jahren, bzw, auch für Kinder über fünf Jahren
in Begleitung der Eltern freigegeben ist. Wird hier doch die Gewalt umso mehr verherrlicht.
Wir brachten einen guten Tag hinter uns, der mit einem leckeren Abendessen abgeschlossen wurde und schliefen
bis in die späteren Morgenstunden.
Morgen steht vermutlich ein Arztbesuch für Amelie auf dem Programm.
Man hofft das Beste und wünscht schnelle Genehsung!
Wir werden sehen, was der Tag noch so bringt.
Hin und wieder kommt der Gedanke an die lieben daheim doch durch.
Wird die Frage aufgeworfen, ob neu gewonnene Freundschaften halten, bis die australischen Wochen vorbei sind
und das Geschehene in der Heimat nachgeholt.
Momentan sollte jedoch das australische Leben genossen und alle anderen Gedankengänge verworfen werden.
"Lively up yourself and don't be no drag!" Weise Worte eines Künstlers, über die man nicht nachdenken, sondern die man einfach befolgen sollte!





Donnerstag, 25. Juni 2009

What the fuck!?


25.Juni

Liebe Leute daheim, bitte kneift mich! Kaum in Brisbane angekommen tummeln sich auch schon die ersten australischen Austauschpartner
vorm Gate.
Blicke werden erhascht, Partnerinen finden sich, andere warten. Auch wir.
Auf dem Weg zum College steigt die Frage auf, warum gerade unsere Austauschschülerineiner derer war, die uns nicht abholte.
Nichts weiter dabei gedacht, kommen wir an der Schule an und halten weiter Ausschau. Nichts..
Nach einem erleichternden Toilettenbesuch, ist sie da.Recht verschüchtert und doch sympatisch auf den ersten Blick.
Wir stellen uns vor und auch Natasha's Mum freut sich uns zu sehen und drückt uns direkt ein Wilkommensgrüßchen auf die Wange.
Ein wenig abgedreht sieht sie schon aus. Kurze Haare, ein flippiges Kleid.
Eine abenteuerlustig und offene Gastmutter, wie man sie sich nur wünschen kann.
Nach dem Barbecue fahren wir nun weiter zur Sunshine Coast. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht, sitzen wir im Auto und lassen das Glück, was wir haben, auf uns wirken.Stille herrscht keine, denn munteres Erzählen füllt die Fahrt mit englischem Glanz.
Eine Stunde Fahrtzeit geht um, wie zehn Minuten und das Sympathiebarometer steigt immer weiter in die Höhe.
Erst als wir dann endlich das Haus, oder besser gesagt die kleine Villa, in der wir die nächsten Tage leben werden sehen,
haut es uns völlig vom Hocker.
Die Kings machen ihrem Nachnamen alle Ehre, das kann ich euch sagen.Kajaks, Boogie Boards, ein Pool, die Wohnräume wirken riesig..
Wir haben beide ein eigenesZimmer und teilen uns ein Bad. Die Privatsphäre geht also keineswegs verloren.
Nachdem wir uns also eingerichtet haben geht es weiter in den Supermarkt.Vermutlich werden wir auf dem Rückflug jeweils nicht nur einen Platz, sondern gleich mehrerebenötigen, aber was soll's.. man isst schließlich nicht jeden Tag australisches Junk Food!
Mehrmals wurde auch betont, dass die Kings normalerweise nicht so viel essen.Schwer zu glauben, bei immerhin 15 voll gepackten Tüten mit Leckereien Inhalt.
Die Eltern der Familie haben ein Café und ein Pizzarestaurant. Das Café haben wir heute schon gesehen. Einen Brownie und Tee verzehrt,wurde Kraft getankt für den restlichen Abend.Den Whirl Pool des Hauses durften wir auch schon in Anspruch nehmen. Relaxed!
Beim gemeinsamen Abendessen bei Lasagne und Salat, lernen wir auch endlich Mr King kennen.
Offen im Gespräch, ergänzend zur restlichen Familie.Die beiden Marienbergerinnen, für die nun für immerhin fast drei Wochen die Sunshine Coast ihr zuhause ist, fragen sich immernoch ob dies ein Scherz sei.
Zwischen hügeligen Waldlandschaften, Strand und Meer, gespannt, was die nächsten Tage bringen werden, klapp ich nun das Notebook zu und witme mich den fernsten Gedanken.-Thumbs up!!

Erneuter Aufbruch





24.Juni

Vier Tage Sydney neigen sich langsam dem Ende und der kleine Ausflug in eine scheinbarandere Welt am Ende der Erdkugel geht weiter.Die Abenteuerlust ist in der Metropole voller neuer Eindrücke nicht verloren gegangen,die Sunshine Coast wartet schon.Nachdem wir heute die Harbour Bridge auch noch mal unter unseren eigenen Füßen gespürt habenund auf das Wasser, was im Darling Harbour endet, vom Schiff aus herab blicken durften,geht es morgen ab in die Gastfamilien.Neue Gegend, neue Leute, neue Erfahrungen.Gespannt werden diesen Abend nur noch die Koffer gepackt und der morgige Tag erwartet.Vermisst wird Deutschland noch nicht. Zwischendurch bleibt der Gedanke an die Lieben daheim. Die Distanz kurbelt die Hirnzellen an.Doch die Zeit vergeht, wie im Flug und in fast einem Monat ist die Nähe der Heimat wieder zuspüren.Witzige Momente leuchten immer durch die Tour hindurch.Beispielsweise, dass Amelie sich ein neues Glätteisen mit australischem Steckdosenanschlussgekauft hat oder diverse, bzw. zwei oder auch eine Mitreisende voller Überzeugung war man könne die überteuerte Minibar gar umsonst genießen und der Service wäre völlig kostenfrei.Wir halten also fest, dass man Klaus heißen muss, um eine gewisse Austrahlung zu besitzen, Katha, um völlig Orientierungslos zu sein, Amelie um zwar nicht gegen jedes Auto zu laufen, aber schlau genug, um sich ein Elektrogerät zu kaufen, was einen falschen Anschluss besitzt, Katrin, um einfach alles unbewusst, oder wer weiß, vielleicht auch bewusst, kaputt zu machen..und Stephanie oder Verena, um die Selbstverständlichkeit in Sachen Hotelservice völlig im Boden versinken zu lassen.Explizite Grüße an die besonders großen Verpeiler dieser Welt!

Dienstag, 23. Juni 2009

So high on the Blue Mountains



22. Juni

Bäume, Bäume, Bäume! Diese Gebilde der Natur sind in etwa so spannend, wie Fische.Mit dem Unterschied, dass Fische sich noch bewegen..und unterschiedliche Farben haben.Zwischen Fahn und Eukalyptus an die 5327592 Fotostopps gemacht, wissen wir jetzt wenigstens, dass man drei Tage benötigen würde, um den National Parc zu durchqueren.Klaus war heute wieder voll in seinem Element und füllte unsere Busfahrt, so wie die Toiletten/Essens- und Bilderpausen mit spektakulären Kommentaren.Jetzt wissen wir, dass mindestens ein Kangeroo auf einen Australier kommen müsste.Im vorbeirasen an dem ein oder anderen Kaff haben wir sogar eine Hand voll Kangeroos in einem Garten rumhüpfen sehen.Dies war allerdings aber auch nur ein erhaschter Blick von höchstens zwei Sekunden.Unser Busfahrer Michael hatte es an diesem Tag anscheinend eilig..Von halb neun morgens bis sechs Uhr abends unterwegs gewesen, lässt natürlich auch die Ortientierung nach.Schließlich fanden wir aber doch noch zum Supermarkt und, obwohl wir heute dem Fast Food entgehen wollten, auch noch zu Mäcces.Jetzt heißt es den Tag noch mal reflektieren zu lassen, die kleinen gemütlich und wirklich nett erscheindenDörfchen, an denen wir vorbei fuhren, mit dem Großstadtfeeling zu vergleichen und Kraft zu tanken für den morgigen Tag.Auf, dass der Himmel genauso strahlen wird, wie heute und der Tag ein wenig früher sein Ende findet.

Katinka - "The Terminator"





21.Juni

Hallo ich bin Klaus, ich seh verdammt gut aus! Klaus war heute unser Busfahrer bei der Stadtrundfahrt.
Vielleicht muss man Klaus heißen, um eine gewisse Atraktivität aufzuweisen.
Möglicherweise auch Katrin. Das allerdings aber auch nur, wenn man darauf aus ist Dinge kaputt zu machen.
Dinge heißt in diesem Fall einfach alles.
Technische Geräte mögen Katrin schon mal gar nicht. Da wäre zum einen erst mal der Bildschirm im Flugzeug.
Stellt euch das mal vor. Da gibt es Hunderte Bildschirme in diesem Flieger und nur Katrins funktioniert nicht.
Da entscheidet sich die Ärmste einfach die komplette Zeit zu schlafen, weil das Anstarren eines schwarzen Feldes auf Dauer ziemlich langweilig werden kann.
Langweilig ist es hier aber auf keinen Fall, denn Katinka hält uns ja immer wieder mit neuen Aktionen auf Trab.
Seien es entmagnetisierte Hotelzimmerkarten, der einzige Fernseher in unserem Zimmer oder das Piepsen der Ampel, was einfach auf die an der nächsten Ecke umspingt und Katrin zum Sprint verleitet, der aber nach zwei Schritten schon wieder aufhört.
Ich allerdings schaffe es überhaupt nicht über die Ampel, da ich wegen Mangel an Orientierungssinnes nicht mal mehr alleine den Weg zurück zum Hotel finde, auch wenn dieses nur zwei Straßen weiter entfernt ist. Naja, man sollte das nicht zu eng sehen. Sydney ist immerhin ja aber auch eine Großstadt.
Das hat Amy mittlerweile auch gemerkt, bei den ganzen Autos von denen sie schon beinahe überfahren wurde. Oreintierungssinn ist eben relativ.
In unserem Zimmer haben wir uns zumindest schon Überblick verschafft.
Wir verstehen zwar nicht, wieso es im Schrank leuchtet und warum auf unserem Spiegel komische, bunte, wilde Knettiere, die einem Miniaturpenis ähneln, auf unserem Spiegel hausen, aber unter Katinkas Bett ist es soweit ganz gemütlich, solange sie einen nicht mit ihrem absolut gasigen Deo vergiftet.
Wobei es doch ganz nett ist einen verklebten Hals zu haben. Man schläft dann irgendwie besser.
So gut, dass die rebellische Katrin nachts als einzige nachts um drei aufstehen muss, um laute ipods auszuschalten und ihre Langeweile dadurch zu umgehen.
Mysteriös sind aber auch die angeblich vorhandenen nächtlichen Gespräche, als auch ausgezogene Pullis, die am Morgen, ohne Erinnerung an das Ausziehen zu finden sind. Vielleicht wollen wir auch unbewusst im Schlaf den australischen Style kopieren.
Weibliche "Aussies" kennen nämlich keine Hosen. Nein, die tragen nur Leggins oder "Kleider", die dort enden, wo eine Hose normalerweise erst anfängt.
Benötigt jemand eine Haushaltshilfe, könnte dieser ganz einfach per Koffer eine Asiatin anfordern.
Das würde zum einen bei der Masse hier überhaupt nicht auffallen und zum zweiten würde das Gewicht von 23kg auf keinen Fall überschritten, sondern womöglich noch unterschritten werden.
Aber naja, es kommt ja auf die inneren Werte an. Vor allem, weil jeder so aussieht, als bevorzuge er das Gleiche Hobby. Was da wäre: an den Fastfood Ketten vorbei zu gehen und Leuten, wie Amy zuzugucken, wie sie ihre frisch gekauften Pommes erstmal auf dem Schweinegrippe infiziertem Burger King-Tisch verteilen und zum anderen die Kalorien zu zählen.
Dabei fällt wohl eine Kalorie pro Asiatin an Tagesbedarf an, was ihre nicht vorhandenen Rundungen mehr als betont.
Wir Deutschen sehen uns gezwungen den vorhandenen Fast Food-Ketten unter die Arme zu greifen, damit sie nicht pleite gehen und nehmen derweil den amerikanischen Tagesbedarf an Kalorien zu uns. Multikulturell!
Dies kommt allerdings auch nur in einem gewissen Stundenabstand vor, weil Sydney sich scheinbar weigert, Katrin Geld auszuzahlen. Vielleicht liegt ihr aber auch einfach nicht der Umgang mit Geld, und EC-Karten, oder.. generell elektronischen Geräten.
Hoffentlich lässt sie wenigstens unsere Klimaanlage heil, schließlich haben wir verschlossene Fenster.
Kein Wunder, dass das Hotelpersonal Angst hat, dass wir springen. Schließlich sind sowohl Katrins mysteriöser Zerstörungsdrang, als auch die Knettiere ziemlich Angst einflößend.
Momentan sorgen wir uns um unsere morgendliche Dusche, da Katrin gerade gemütlich badet und das ganze Hotel bestimmt kein warmes Wasser mehr hat, weil die Temperaturregelung demuliert werden wird. What a shame!
Wenn nicht, sind eben die Blue Mountains an der Reihe. Schließlich soll Australien im wahrsten Sinne des Wortes unsicher gemacht werden.
Die Rezeptionsmenschen kennen zumindest schon mal unsere Namen. Sei es wegen Wegbeschreibungen oder schon abgegebenen Postkarten auf denen leider die Adressen fehlten.
Wie man merkt schlägt das Jetlag schon ganz schön auf's Gemüt.
Bei unserem Besuch im Aquarium zumindest waren gewisse Personen von den Fischen so begeistert, dass sie für eine Tour von 50 m gefühlte drei Stunden einkalkulierten und tatschlich damit beschäftigt waren jeden Fisch von der Schokoladenseite abzulichten.
Dabei machen die doch immer das Gleiche: "Einfach schwimmen, einfach schwimmen.."
Nach diesem äußerst vielseitigen Besuch im Sydney Aquarium fiel uns doch ein positiver Lichtblick in's Auge. Denn zumindest einen schönen Pulli hatte der Souvenirshop vorzuweisen.
Danach ging es dann zum Glück weiter zum Shoppen.
Wobei wir uns doch schon wunderten, wieso die Läden einen anderen Inhalt wiedergaben, als uns ihre Schaufenster demonstrierten.
Erstaunlicherweise hatten wir am Ende des Abends jedoch immerhin eine Ausbeutung von sechs Tüten vorzuweisen.
Faszinierend, wenn man bedenkt, dass wir die meiste Zeit damit beschäftigt waren Katinka zu suchen..
Und so endet wieder ein erfolgreicher Tag in der asiatischen Metropole Sydney.
Strände, Bäume und Häuser legen sich schlafen und das Zimmer 1924 erweckt zum Leben.
Amy widmet sich derweil ihren abendlichen Gymnastikübungen, wobei man Angst haben sollte, dass sie sich womöglich weh tun könnte, ich fürchte um mein Leben, wegen der Giftstoffe, die immer noch in meinen Atemwegen zu finden sind und weil meine Zimmergenossinen ein wenig ansteinflößend sind.., und die allerliebste Katinka fordert im Kampf mit dem Föhn sein Können heraus.. Hoffentlich bleiben die Haare die ganzen fünf Wochen trocken...Good night Sydney!

Samstag, 20. Juni 2009

Der Trip beginnt!




19.Juni, ein Freitagabend. 37 Schülerinnen, zwei Lehrer und unzählige Freunde und Familien tummeln sich vor dem marienberger Gymnasium.
Zwischen Abschied und Spannung macht sich so langasm die Aufregung breit.
Noch ein paar letzte Abschiedstränchen vergossen, die Lieben verabschieden und auf geht's in den Bus,
Zwei einhalb Stunden nach Frankfurt tuckern, zwölf weitere nach Singapore fliegen, einen kurzen Zwischenstop einlegen und weiter bis nach Sydney. Insgesamt 29 Stunden untwerwegs.
Gute Stimmung herrscht schon von vorne herein. Der Busfahrer, der sich seiner Sache wohl nicht so sicher war, mehrere Male wieder wenden musste, weil er nicht die richtige Ausfahrt genommen hatte, setzte mit dem beinahem Umfahren vermeitlicher Verkehrsschilder noch einen drauf.
In Frankfurt eingecheckt, die Koffer gut verfrachtet, verstreuen sich die Schülerinnen noch einmal das letzte mal vor dem großen Flug.
Ein wenig planlos laufen wir durch die Gegend, besuchen das Stille Örtchen und haben einen heiden Spaß mit den kleinen, fiesen, Spritzen, die sich so einer gegen die Trombose verabreichen will.
Auch ich gehörte zu diesen.. Jedoch fand mein spitzer Freund am Ende den Weg in den Mülleimer, sah ich doch plötzlich keinen Sinn mehr darin.. Fein war das nicht, das kann ich euch sagen.
Nachdem nun sämtliche Strümpfe die Beine verschlingen und die "Spritzencompany" das Gefecht gegen Angst und Erreger gewinnt, kann der Flug mit einer kleinen Verzögerung starten. So hat sich doch tatsächlich noch eine Schülerin, die sich schon Auge um Auge der Höhe ausgesetzt fühlt der Reise entgegen stellt.
Im Flieger angekommen überwiegt vortan die Abenteuerlust.
Relaxed sieht der Ablauf während Ablauf der Wartezeit auf Down Under aus: Film gucken, Essen, Filme gucken, Essen, Toilettengang, Filme gucken, Essen..
Manche Leute, das sind die wenigsten bzw ist es in diesem Fall auch nur eine- und Überraschung, ich bin es nicht!, witmet sich derweil einer Auseinandersetzung mit dem Dvd-player. Will dieser doch nicht so richtig funktionieren und die betreffende Person lieber in die Weisglut treiben..knifflige Aktion..
Kurz vor Singapore stellen wir fest, dass der Raum darum nicht viel zu bieten hat, außer lauter Grünzeug und der Tatsache, dass die winzigen Dörfer nahe der Küste wohl eher abgelegen sind.
Nach dem Auftanken verbleiben weitere acht Stunden bis Sydney.
Das Zeitgefühl aller ist mittlerweile komplett verschwunden und die müden Gesichter sind kaum zu verbergen.
Trotz alle dem ist der Optimismus und der Blick auf die nächsten Wochen überwiegend. Die Neugierde überwiegt.
Und nun, nun sind wir endlich in Sydney. Um sechs Uhr morgens gelandet, fahren wir mit dem Bus ins Hotel und sind erstaunt, wie schön dieses doch ist.
Edel, ein großer Saal. Frühstücksbuffeet und eine nett eingerichtete Dining-Hall laden zum gemütlichen Essen ein.
Geschafft sitzen also nun die doch sonst so "fein"gekleideten Marienberger Mädchen in Sporthosen und Trainingsanzügen da.
Wartend darauf, dass sie endlich in die Zimmer dürfen.
Ein paar Runden durch die nahe liegenden Straßen gedreht, nicht geöffnete Geschäfte bewundert (es ist ja schließlich Sonntag) bekommen wir auch schon die Schlüssel.
Neunzehnter Stock, nicht schlecht!
Oben angekommen werden jedoch direkt die ersten Mängel entdeckt.
Da wäre beispielsweise das Problem,dass drei Leute in zwei Betten schlafen und dabei auch noch ein und dasselbe Handtuch benutzen sollen.
Grinsen überkommt die Gesichter, weiß man doch nicht, ob das im australischen Lande so üblich sein könnte..
Weiter geht die Fehlersuche, denn Meckern macht ja schließlich Spaß.
Zu komisch ist es, als wir nicht identifizierbare Massen von Knete oder sonstigem was auch immer auf dem Rand unseres Spiegels entdecken.
Da war wohl jemand besonders hygienisch und wollte, dass wir uns mit den bunten " Knetetierchen " nicht alleine, sondern doppelt so wohl fühlen.
In den Aufzug rein, aus dem Aufzug raus.. dauert derweil auch nicht ewig bis man die Rezeption erreicht hat, weil die Distanz der Stockwerke sehr gering ist..
Jetzt sitzen wir hier nun mit einem Zustellbett, zwei Decken für drei Betten, aber immerhin mit drei Handtüchern und warten auf unsere freundlichen asiatischen Freunde, die Saubermänner.
Frisch geduscht geht es heute Abend auf den Sydney Tower: Essen, essen, essen!
Sydney verzaubert durch seine Botiquen und gibt genügend Anreize für die morgige Freizeitgestaltung.
Amüsante letzte zwei Tage, die mit Sicherheit folgender Wochen getoppt werden! Ozzie-Power!;)

Sonntag, 7. Juni 2009

Drei, zwei, eins..


Weniger als vierzehn Tage bleiben noch. Tage, die verbliebene Zeit in Anspruch nehmen, wie der Atem die Luft.
Voller Vorfreude dem fünfwöchigen Trip entgegen fiebern, Alltagssorgen an den Rand stellen.

Stressige Gedanken verfliegen. -Weiß man doch, dass das andere Ende der Welt schon unmittelbar zu greifen ist.

Unsicherheit, die in Abenteuerlust untergeht. Lebenslust, die den wechselhaften Gemütern trotzt.

Tanzen, singen, Musik voll aufdrehen und lautstark durch's Zimmer springen..

Noch behält das Chaos die Überhand und man fragt sich, wie die nächsten beiden Wochen noch zu bewältigen sind.

Gespannt auf das, was mich in der Ferne erwarten wird, bin ich mir sicher die Zeit wird Wunderbares mit sich bringen.

Negatives wandelt sich in positive Energie und Optimismus um.

Minuten, Stunden, Tage, - sie rasen.

Fünf Wochen werden umgehen, wie ein Fingerschnipp und doch bleiben immerhin 22 Stunden Flugzeit Abstand von den Lieben.

Endlich wieder das "Flughafen-feeling" spüren, den Geruch des Aufbruchs wahrnehmen.

Nach Shakespeare's Worten "Wenn die Seele bereit ist, sind es die Dinge auch.", steht eins fest: Die meine ist es bereits!

Jetzt heißt es nur noch die Reisevorbereitungen zu erledigen, Koffer packen, den Countdown zählen und hoffen, dass die australische Wetterfee schönsten Sonnenschein parat hält.
-Queensland, ich komme!