"You could have a big sleeping tomorrow."
Ja, das wurde uns so gesagt. Normalerweise auch leichter getan, als gesagt.
Ich weiß nicht genau, woran es lag, auf jeden Fall habe ch an diesem Morgen
nicht lange geschlafen.
Immer wieder erneutes Aufwachen störte den Rythmus. Vielleicht ein Ohmen..
Nachdem Amy und ich uns dann aber doch zum Gang in die Küche aufmachten,
um uns ein Glas Orangensaft zu genehmigen, kamen
wir uf die gloreiche Idee, den Fernseher anzumachen.
Schließlich wollten wir unsere,als "drama queen" geborene Gastschülerin nicht
allzu früh aus dem Bett schmeißen.
Wir suchten uns also die schönste, der drei Fernbedienungen aus und ließen uns
auf dengroßen, gemütlichen Sofas nieder.
Amelie übernimmt die Bedienung des Fenstergroßen Bildschirms und plötzlich, wie aus dem
Nichts, geht zwar nicht der Fernseher an, aber eine tiefe Männerstimme erhellt mit Gesang das
ganze Haus. Prima..
Weil das gar nicht laut war, machten wir uns natürlich auch keine Sorgen um unsere
liebe Austauschschülerin.
Die Musik hätte man bis Singapore und wieder zurück hören können, vermute ich.
Nach einer Weile beschlossen wir dann doch die nette Tash zu wecken.
War sogar schon wach, was ein Wunder! Sie beteuert zwar, dass sie von ganz alleine
aufgestanden war, aber wer weiß, ob sie vielleicht zur Abwechslung mal höflich sein wollte.
Nachdem wir uns zwei Stunden Zeit ließen, um uns
gemütlich und in Ruhe fertig zu machen, brachen wir auf, um zum Café zu laufen und dort
in der mittlerweile eingetretenen Mittagszeit unser Frühstück zu genießen.
Dort angekommen, gab es dann erst mal Ham & Eggs, einen leckeren Tee dazu,
Perfektes Essen für den Start in den Tag.
Unsere Kräfte brauchten wir aber auch für diesen,
Wir machten uns wieder auf den Weg nach Hause und begegneten dabei ganzen sieben
Leuten ohne Schuhe. Seltsam, wenn man bedenkt, dass man in Deutschland gar nirgendswo rein
kommen dürfte und als arm gelten würde, wenn man keine tragen würde. Außer am Strand natürlich.
Auf dem Rückweg stellten wir an die tausend Theorien auf, warum Michael Jackson gestorben war.
War es, dass ihm die Nase abgefallen war und er dadurch nicht mehr atmen konnte oder, dass er
auch Gefallen daran gefunden hatte barfuß rumzulaufen und schließlich daran erfroren war..
Zuhause angekommen, holte uns auch schon Mr King zu einem kleinen Lauf durch eine Waldlandschaft ab.
Wasserfälle waren in diesem zu finden und so stiegen wir an einem uns noch nicht großem
erscheinenden Wäldchen aus und begannen unseren Spaziergang.
Einfach immer gerade aus runter, hatte uns Mr King gesagt.
Ein leichter Weg und er würde uns am Ende wieder abholen.
Dieser "kleine" Gang durch den Wald endete später jedoch ein wenig anders, als geplant,
denn wir bemerkten,dass wir insgesamt drei mal im Kreis gegangen und wieder dort angekommen waren,
wo unser winziges Abenteuer begonnen hatte.
Mrs King die schon telefonisch, wie sollte es auch anders sein.. von Natasha über unseren Umweg
erfahren hatte,war also sofort zur Stelle, um uns den richtigen Weg zu zeigen.
Schon affig irgendwo, aber sehr hilfsbereit, die Dame!
Auf dem Weg zu der Treppe, an der wir achtlos vorbei gegangen waren,
obwohl wir hätten unter ihr weiter zum richtigen
"Pfad" gehen sollen, trafen wir drei weitere Menschen ohne Schuhe.
Dies verwunderte uns doch schon ein wenig mehr. Waren die Pfade doch eher Steine und Äste,
die einen Weg markierten.
Nachdem wir nun aber auf dem richtigen Wege waren, genossen wir die Natur.
Der Regen, der schon die ganze Zeit am Werk war, stört uns nicht weiter.
Der uns vorher so groß angeprisene Wasserfall, war zwar nur relativ klein,
aber sehr schön anzusehen.
Die Bäume und Palmen, so dicht aneinander, schlängelte sich ein kleiner Bach durch die
wäldliche Landschaft.
Über Steine und Brücken erreichten wir schließlich unser Ziel,
Am Abend dann besuchten wir noch die der Eltern gehörende Pizzaria.
Aus dem Steinofen gegarte Pizza schmeckt umso besser!
In Australien findet man auch mehr Belag darauf, als in Deutschland.
Also reicht eine kleine völlig aus, um satt zu werden.
Später hieß es dann Sachen zusammen packen für den geplanten Wochenendtrip an die Gold Coast.
Ein Besuch im Freizeitpark war geplant, hoffentlich bei schönem Wetter.
Explizite Skypegespräche versüßten die Abendstunden und am frühen morgen erheiterte ein Gecko
mit seinerAnwesenheit in der Dusche das Aufstehen.
Wollte dieser sich doch nicht fangen lassen und einfach munter weiter schlafen..
Schon am Vorabend hatte ich ihn entdeckt, als er unter die Kommode des Waschbeckens gehuscht war.
Amy, die eine kleine Fubie vor solchen Tierchen pflegte, war gar nicht erfreut über unseren Besucher
und war froh, dass wir an diesem Wochenende weg fuhren.
Nach dem Frühstück machten wir uns auf nach Dreamworld. So hieß der Freizeitpark, in den wir fuhren.
Auf dem Weg dahin, waren wir sofort wieder am Schlafen.
Drückten nächtliche Gespräche und beantwortete E-mails doch ganz schön auf das wache Bewusstsein.
Den deutschen Gedanken ein wenig entfallen, die Augen kaum aufkriegend hieß es dann Achterbahn fahren
und andere Spierenzchen.
Die etwas bedrückte Laune war uns zwar kaum anzumerken, jedoch schlugen sämtliche Wehwehchen auch
ganz schön auf's Gemüt.
An diesem Abend wollten wir dann nur noch ins Bett.
Ravioli verzerrt, fielen die Augen auch schneller zu, als geplant.
Der nächste moren sah dann auch schon wieder ganz anders aus.
Reflektiert gesehen, sah dieser wie folgt aus:
Verschlafen, duschen, Frühstück, Dreamworld.
Während Natasha und ihr Vater die Wasserwelt des Freizeitparks erkundeten ( dies war ein extra Teil
mit abgefahrenen Rutschen und sonstigen Attraktionen ),
fanden wir die im Freizeitpark vorhandenen Shops doch viel interessanter und tätigten erfolgreiche
Einkäufe.
Wie vereinbart trafen wir die Kings dann am ausgemachten Treffpunkt. Das Alienspiel.
Am Vortag hatten wir schon Bekanntschaft mit diesem gemacht.
Brav hatten wir in der Reihe gestanden, ohne zu wissen, was uns erwartet.
EIn komplett schwarz angezogen und mit Sonnenbrille versehener Mann wartete schon auf uns
und brachte und in einen abgedunkelten Raum, voll mit merkwürdig aussehenden Leucht..
was auch immer,die an den jeweiligen Wänden zu finden waren.
Da wir den doch eher böse erscheinenden, schwarz angezogenen Menschen jedoch nicht verstanden,
weil dieser erstens viel zu schnell und zweitens viel zu tief und nuschelig sprach,
konnten wir unser Grinsen und Gelächter nicht mehr aus unseren Gesichtern verbannen, wussten wir
doch nicht, was wir tun sollten.
Große Bildschirme brachten nun weitere Erklärungen und wir verstanden allmählig, worum es ging.
Leuchtende Westen angelegt, Laserpistolen in die Hand genommen, hieß die Mission die anders farbigen
leuchtenden Leute mit Laserstrahlen zu entkräften.
Amüsiert liefen wir durch die dunkle Halle. Spaßig war dies allemal!
Am heutigen Tag also begaben wir uns wieder zu diesem Spiel.
Was diesmal aber wohl eher der Clue war, war, dass unsere Pistolen nicht funktionieren und wir das Spiel
irgendwie zu überstehen hatten, ohne das unsere Mannschaft völlig platt gemacht wurde.
Hatten wir doch schon mit unfähigen, asiatischen Teammitgliedern zu kämpfen, die die Waffe quasi
falsch herum hielten.
Wir liefen schließlich mit den Händen nach oben durch die Halle, versuchten den gelben Männchen klar
zu machen, dass sie nicht schießen sollten und suchten den Moderator,
Diesen fanden wir jedoch erst in der letzten Minute und da es bei anderen Spielteilnehmern auch Probleme
gab, konnte ein neues Spiel ohne weiteres Warten in der Schlange angeleutet werden.
Was doch wirklich erschreckend ist, dass dieses Spiel schon ab zehn Jahren, bzw, auch für Kinder über fünf Jahren
in Begleitung der Eltern freigegeben ist. Wird hier doch die Gewalt umso mehr verherrlicht.
Wir brachten einen guten Tag hinter uns, der mit einem leckeren Abendessen abgeschlossen wurde und schliefen
bis in die späteren Morgenstunden.
Morgen steht vermutlich ein Arztbesuch für Amelie auf dem Programm.
Man hofft das Beste und wünscht schnelle Genehsung!
Wir werden sehen, was der Tag noch so bringt.
Hin und wieder kommt der Gedanke an die lieben daheim doch durch.
Wird die Frage aufgeworfen, ob neu gewonnene Freundschaften halten, bis die australischen Wochen vorbei sind
und das Geschehene in der Heimat nachgeholt.
Momentan sollte jedoch das australische Leben genossen und alle anderen Gedankengänge verworfen werden.
"Lively up yourself and don't be no drag!" Weise Worte eines Künstlers, über die man nicht nachdenken, sondern die man einfach befolgen sollte!
Sonntag, 28. Juni 2009
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