Donnerstag, 25. Juni 2009

What the fuck!?


25.Juni

Liebe Leute daheim, bitte kneift mich! Kaum in Brisbane angekommen tummeln sich auch schon die ersten australischen Austauschpartner
vorm Gate.
Blicke werden erhascht, Partnerinen finden sich, andere warten. Auch wir.
Auf dem Weg zum College steigt die Frage auf, warum gerade unsere Austauschschülerineiner derer war, die uns nicht abholte.
Nichts weiter dabei gedacht, kommen wir an der Schule an und halten weiter Ausschau. Nichts..
Nach einem erleichternden Toilettenbesuch, ist sie da.Recht verschüchtert und doch sympatisch auf den ersten Blick.
Wir stellen uns vor und auch Natasha's Mum freut sich uns zu sehen und drückt uns direkt ein Wilkommensgrüßchen auf die Wange.
Ein wenig abgedreht sieht sie schon aus. Kurze Haare, ein flippiges Kleid.
Eine abenteuerlustig und offene Gastmutter, wie man sie sich nur wünschen kann.
Nach dem Barbecue fahren wir nun weiter zur Sunshine Coast. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht, sitzen wir im Auto und lassen das Glück, was wir haben, auf uns wirken.Stille herrscht keine, denn munteres Erzählen füllt die Fahrt mit englischem Glanz.
Eine Stunde Fahrtzeit geht um, wie zehn Minuten und das Sympathiebarometer steigt immer weiter in die Höhe.
Erst als wir dann endlich das Haus, oder besser gesagt die kleine Villa, in der wir die nächsten Tage leben werden sehen,
haut es uns völlig vom Hocker.
Die Kings machen ihrem Nachnamen alle Ehre, das kann ich euch sagen.Kajaks, Boogie Boards, ein Pool, die Wohnräume wirken riesig..
Wir haben beide ein eigenesZimmer und teilen uns ein Bad. Die Privatsphäre geht also keineswegs verloren.
Nachdem wir uns also eingerichtet haben geht es weiter in den Supermarkt.Vermutlich werden wir auf dem Rückflug jeweils nicht nur einen Platz, sondern gleich mehrerebenötigen, aber was soll's.. man isst schließlich nicht jeden Tag australisches Junk Food!
Mehrmals wurde auch betont, dass die Kings normalerweise nicht so viel essen.Schwer zu glauben, bei immerhin 15 voll gepackten Tüten mit Leckereien Inhalt.
Die Eltern der Familie haben ein Café und ein Pizzarestaurant. Das Café haben wir heute schon gesehen. Einen Brownie und Tee verzehrt,wurde Kraft getankt für den restlichen Abend.Den Whirl Pool des Hauses durften wir auch schon in Anspruch nehmen. Relaxed!
Beim gemeinsamen Abendessen bei Lasagne und Salat, lernen wir auch endlich Mr King kennen.
Offen im Gespräch, ergänzend zur restlichen Familie.Die beiden Marienbergerinnen, für die nun für immerhin fast drei Wochen die Sunshine Coast ihr zuhause ist, fragen sich immernoch ob dies ein Scherz sei.
Zwischen hügeligen Waldlandschaften, Strand und Meer, gespannt, was die nächsten Tage bringen werden, klapp ich nun das Notebook zu und witme mich den fernsten Gedanken.-Thumbs up!!

Erneuter Aufbruch





24.Juni

Vier Tage Sydney neigen sich langsam dem Ende und der kleine Ausflug in eine scheinbarandere Welt am Ende der Erdkugel geht weiter.Die Abenteuerlust ist in der Metropole voller neuer Eindrücke nicht verloren gegangen,die Sunshine Coast wartet schon.Nachdem wir heute die Harbour Bridge auch noch mal unter unseren eigenen Füßen gespürt habenund auf das Wasser, was im Darling Harbour endet, vom Schiff aus herab blicken durften,geht es morgen ab in die Gastfamilien.Neue Gegend, neue Leute, neue Erfahrungen.Gespannt werden diesen Abend nur noch die Koffer gepackt und der morgige Tag erwartet.Vermisst wird Deutschland noch nicht. Zwischendurch bleibt der Gedanke an die Lieben daheim. Die Distanz kurbelt die Hirnzellen an.Doch die Zeit vergeht, wie im Flug und in fast einem Monat ist die Nähe der Heimat wieder zuspüren.Witzige Momente leuchten immer durch die Tour hindurch.Beispielsweise, dass Amelie sich ein neues Glätteisen mit australischem Steckdosenanschlussgekauft hat oder diverse, bzw. zwei oder auch eine Mitreisende voller Überzeugung war man könne die überteuerte Minibar gar umsonst genießen und der Service wäre völlig kostenfrei.Wir halten also fest, dass man Klaus heißen muss, um eine gewisse Austrahlung zu besitzen, Katha, um völlig Orientierungslos zu sein, Amelie um zwar nicht gegen jedes Auto zu laufen, aber schlau genug, um sich ein Elektrogerät zu kaufen, was einen falschen Anschluss besitzt, Katrin, um einfach alles unbewusst, oder wer weiß, vielleicht auch bewusst, kaputt zu machen..und Stephanie oder Verena, um die Selbstverständlichkeit in Sachen Hotelservice völlig im Boden versinken zu lassen.Explizite Grüße an die besonders großen Verpeiler dieser Welt!