Donnerstag, 16. Juli 2009

Deine Mutter heisst Robert, ist 30 und rollt mit 'ner Glatze durch die Gegend..

Clayfield College Boarding School. - try to survive! Allzu dramatisch ist es nicht. Vorgestern war der erste Tag, an dem es so warm war, dass man problemlos den ganzen Tag in shorts haette rumlaufen koennen, ohne Bedenken zu haben, dass man in geraumer Zeit erfriert.. Pech fuer uns, ab ins Internat! Auf der Fahrt ein mehr oder weniger ruhiges Nickerchen absolviert, erreichen wir das Boarding House. Zwischen Gitterstaeben vor den Fenstern, Waschraeumen mit Metallduschen und wirklich kleinen Zimmern, die die Maedchen sich zu zweit teilen, sind wir heilfroh, als wir, die Glueckspilze schlecht hin, jeder ein Einzelzimmer mit seperatem Badezimmer haben. Hahahaha! Die Australier ein wenig neidisch, wir erleichtert. Nachdem wir unser Gepaeck sicher in unseren Zimmern verstaut haben, heisst es dinner time. Halb sechs abends... Als wir fertig sind, bekommen wir Bettwaesche und gewinnen sogar den Kampf mit unserer Matratze. Tatsaechlich aber, macht sich danach schon wieder der Hunger breit und so freuen wir uns sichtlich auf das supper. Dieses jedoch, stellen wir spaeter fest, besteht aus gerade mal einem Keks und einem halben Glas Milch.. Die Asiaten stuerzen sich sofort auf den Nachtsnack. Verblueffend. Zurueck im Zimmer fragen wir uns, was die Australier den lieben langen Tag so treiben. Duerfen sie ja nicht mal nachmittags raus und um neun Uhr geht das Licht im Flur aus.. Also starren wir um die Wette die Wand an und Amelie ist so verzweifelt, dass sie fruehzeitig schlafen geht. Ich allerdings versuche erst einmal mein Zimmer ein wenig wohnlicher zu machen. Schliesslich ist dieses fuer die naechsten sieben Tage mein "Zuhause". Ich suche mir also allmoeglichen Kram zusammen.. von meinem absolut gelungenem Schlangenfoto ueber ein buntes Taschentuch, bis hin zu Sonnenbrille und Grusskarten. Ich schaue mir noch ein paar Fotos an und typisch fuer mich, faellt mir kurze Hand meine Kameralinse hinter mein Bett. Gluecklicher Zufall, laesst sich das Bett ja so gut verruecken mit seinem tonnenschweren Gewicht. Ich haenge also ca. eine halbe Stunde ueber der Bettritze und versuche meine Linse mit saemtlichen Dingen (Pulliaermel, ipodkabel, Stift, Kleiderbuegel..) aus der Dunkelheit rauszukicken. Triumph!! Dieser Tag allerdings, war auch nicht gerade der meine. Angefangen damit, dass ich meine morgendliche Dusche missen musste, weil ich bemerkte, dass ich gar kein Shampoo mehr hatte, ging der Spass beim Fruehstueck weiter. Die "katinkarischen Gene" sind wohl mittlerweile auf mich uebergesprungen. Ihr muesst euch das so vorstellen. Ich, eine der Deutschen geht zu den sechs verschiedenen Mueslihaltern, oeffnet die erste Klappe und diese bricht ab. Wunderbar! Nach einem ausgiebigem Fruehstueck bestehend aus Toast, Spiegelei, Bacon und Kellogs, geht es weiter zu den lessons. Die schulische Tracht, der Knaller! Zum Glueck komme ich drum herum... Erstaunt sind wir darueber, dass das australische Leistungsniveau so niedrig ist, dass selbst wir, die Deutschen im Englischunterricht der zehnten Klasse, im buchstabieren besser abschneiden,als die einheimischen. Ein wenig hart, wenn man Woerter der eigenenen Sprache buchstabiert und darin auch noch Fehler macht.. Naja!Unglaublich! Mittlerweile sind schon zwei weitere Tage vergangen. Die Internatsleute sind sehr abgedreht und ziemlich experimentierfreudig, wie sie uns erzaehlen.. kein Wunder! Sind "verbotene Dinge" doch gleich noch interressanter hier im Gefaengnis.. Haare werden unter dem air conditioner getrocknet, der Name Amsterdam und die Frage nach dem Alkoholkonsum in Deutschland steigt, wir werden langsam immer freakiger... Aber hey, wen kuemmert's, wir werden unser geliebtes Heimatland doch eh wortwoertlich in den Schatten stellen (das junk food ist einfach zu ueberlebenswichtig). Das Chlorwasser verursacht Glatzkoepfe und wir werden vor lauter Langeweile und dicken Fressattacken bei unseren Eltern die Frage aufkommen lassen, warum diese uns nicht besser Robert genannt haetten.. Sport meine Freunde! Das ist es, was wir brauchen! Eigentlich gibt es hier ja genug Angebote, nur leider ist die Elite noch nicht mal im Stande einen Tennisball geradeaus zu schlagen.. Der Wind pfeift uns taeglich um die Ohren und die Vorfreude auf Cairns wird immer groesser. Trotz miesem Wetter...War uns doch tatsaechlich erlaubt die Wetterseite zu besuchen. Wirklich knifflig bei all den geblockten Seiten. Die Schueler sollen sich schliesslich ausschlieslich auf die Schule konzentrieren. Die Vorhersage fuer die uns angeprisen sonnig, warme Stadt lautet jedenfalls: Erster Tag.. 29 Grad, Gewitter.. zweiter Tag..27 Grad, Regen.. dritter Tag 28 Grad, Regen... Yippieh Yeih! Fuenf Wochen Australien und nicht ein Tag so perfekt, dass man sagen koennte: wow! Wir haben trozdem unseren Spass und versuessen uns die Stunden der Langeweile mit glaenzendem Sarkasmus. Der letzte Schultag wird morgen noch ueberwaeltigt und Montagmorgen heisst es dann dem "Frauenknast" mit dem Taschentuch hinterher zu winken. Das Aufholen der "deutschen Braeune" wurde mittlerweile schon auf Eis gelegt und der Traum von einer freien Tischordnung in der dinining hall verworfen. Man sollte die asiatische Gegenwart schaetzen. Vielleicht kann man ja noch Freundschaften knuepfen.. Nuetzlich allemal!

Samstag, 11. Juli 2009

Always where I need to be

Der gestrige Tag ist nicht weiter erwähnenswert. Nachdem es halb eins, halb zwei, halb drei wurde und ich immer noch nicht schlafen konnte, blieben mir ganze zwei Stunden bis mein Wecker das erste mal klingelte. Halb fünf.. wunderbar. Ich stand gegen 5 Uhr auf, machte mich fertig. Gegen viertel vor sechs saßen wir in Richtung Clayfield College im Auto. An der Schule angekommen, einernhalb Stunden benötigt man immerhin.. in den doch schon.. sehr komfortablen Schulbus gestiegen, ab ins Nirgendwo! Die deutschen Schülerinen zwar noch bester Laune, doch ungewiss, was sie vom Tag erwarten sollten. aWir tuckelten an die zweieinhalb Stunden durch die Gegend, bis wir schließlich Johndaryan Woolshead, eine kleine Farm, erreichten. Zunächst stand erst mal eine Besichtigungstour auf dem Programm. Diese jedoch war für uns wohl eher eine Plauderstunde, konnte doch niemand, absolut niemand, nicht einmal die Lehrer oder die Australier, den kleinen, bärtigen Mann, wie aus dem Bilderbuch passend auf diese Farm zugeschnitten, mit seinem Kauderwelschakzent verstehen. Wir sahen, wie die Leute früher auf der Farm mit wirklich wenig gelebt haben und richteten unsere Augen auf ein Schaf, dass geschoren wurde. Um halb zwölf wurde die lunch time eingeleutet. Nachdem wir aber unsere Portion WürstCHEN mit Toast verdrückt hatten, wollten unsere Mägen immer noch keine Ruhe geben. Naja! Danach hieß es immerhin Damper machen. Das ist hierzulande quasi das "Bauernbrot", weil man lediglich Mehl, Wasser und ein wenig Salz benötigt um es zuzubereiten. Gute zwei Stunden später konnten wir dies abholen und vertrieben uns die Zeit mit dem Austausch unserer bisherigen Erfahrungen. Das Tiere füttern ließen wir ausfallen. Übel, war das Brot nicht, doch könnte es ein wenig mehr Inhalt vertragen. Alle verdrückten ihr selbst gemachtes Damper und wir machten uns auf den Weg nach hause. Nachdem wir mit dem gemütlichen Schulbus wieder zur Schule getuckert waren, verpassten wir natürlich erst mal unsere Bahn nach Buderim und warteten eine halbe Ewigkeit auf den nächsten Zug. Dann hieß es zwischendurch noch einmal umsteigen und wieder eine halbe Stunde warten. Unser Abendessen bestand bis zu diesem Zeitpunkt aus Gummizeugs, Crackern und Schokolade. Wir saßen also insgesamt an diesem Tag über sechs Stunden in Auto, Bus und Bahn, um ein Mehlbrot zu backen. Aber halb so schlimm, es war ganz interessant mal zu sehen, wie die Leute früher und auch noch heute so abgelegen von Industrie und Zivilisation nur im eins mit den Tieren leben und es tat gut mal die anderen Deutschen wieder gesehen zu haben. Der heutige Tag toppt also trotzdem unbedingt gestern. Es ist schon wieder Mittagszeit, als wir im Café sitzen und unser frisch getoastetes Schinken/Käsesandwich verdrücken. Nach dieser Stärkung geht es erneut nach Mooloolaba. Das Wetter ist heute definitiv auf unserer Seite und schenkt uns einen wolkenfreien Himmel. Zwar mit Wind, aber immerhin 19 Grad und einer wärmenden Sonne. Ich beschließe, dass ich keine Lust habe nur faul im Sand rumzuliegen und den Strand auf eingene Faust zu erkunden. Ich wähle also nicht die Badestrandseite, sondern die andere, Felsenbestückte für meinen Spaziergang aus. Über Stock und Stein immer der Sonne entgegen, schaue ich den Wellen zu, wie sie den Weg ans Ufer finden und an die Felsen klatschen. Immer weiter laufe ich und nehme das erste mal seit ich hier bin den Geruch der Freiheit wahr. Schließlich erreiche ich eine mehr oder weniger kleine Bucht. Das Getummel der Surfer ist kaum zu übersehen. Ich setze mich hin und schau ihnen zu, wie sie die Wellen brechen. Ein ungeheueres Gefühl muss das sein, ein Stück der Natur zu nutzen und dieses zu bezwängen. Nach einer Weile mache ich mich wieder auf den Weg zurück. The Kooks pusht an diesem Nachmittag meine Laune und die Einsamkeit im Einklang mit Sand unter den Füßen gibt mir ein wohlwollendes Gefühl. Als ich den von uns besetzten Platz am Strand wieder erreiche, sind die anderen beiden bereits dabei aufzubrechen. Sie zeigen mir noch eine Nachricht, die sie mir hinterlassen wollten, damit ich sie finde und ein Grinsen streift mein Gesicht, als ich das mit Eyeliner und Nagellack bekritzelte Holzstück vorfinde, was mir den Weg weisen sollte. Ein neuer Nachmittag gefüllt mit schönen Impressionen des Landes neigt sich nach einem Starbucksbesuch dem Ende. Wie Andreas Tenzer schon sagte: " Der kreativste Künstler ist die Natur. " Ein gutes Schlusswort für einen relaxten Tag.

Donnerstag, 9. Juli 2009

Where were the homeless today?

Fast ist der Tag schon vorbei, so unsere Gastmutter, als wir gegen 14 Uhr im Café eintrudeln. Die Frage, was ich zum Frühstück gegessen habe, kann ich leider nur verneinen, da ich bis kurz nach eins im Bett gelegen hatte.. hatte mich schließlich auch keiner geweckt, warum also aufstehen. Nachdem die einen ihre zweite und andere also ihre erste Tagesmahlzeit zu sich genommen haben, fahren wir zum Plaza, dem einzigen Shoppingcenter der Umgebung. Wir lassen Tash bei einer Freundin und erkunden die Geschäfte auf eigene Faust. Wir finden trotzdem nichts zum Einkaufen. Die Schaufenster wollen uns eben wieder in die Irre führen.. Wir treffen uns gegen 16 Uhr wieder, dann heißt es movietime! Wir entscheiden uns für Ice Age 3D. Wirklich heiße !"Nerd-Brillen", die wir da aufhaben. Nachdem wir bei unserem Toilettengang unsere Kinokarten vergessen und ich fragen muss, ob wir eben so zum Klo und wieder zurück huschen können, kommen wir gerade richtig zum Beginn des Films im Saal an. Doch, -what a shame! unsere Plätze sind besetzt und alle anderen auch. Und so verbringen wir ein paar Minuten damit unsere Plätze einzunehmen, hat die Frau, die diese mit ihren süßen Kinderlein besetzt doch alle Zeit der Welt. Als die Vorstellung vorbei ist und wir gut gelaunt das Kino verlassen, fällt mir auf dem Weg zu den Geschäften auf, dass ich meine Jacke wohl auf meinem Platz liegen gelassen haben muss. Wobei ich mich gar nicht erinnern konnte sie da gelassen zu haben. Also gehen wir schnell ins Kino zurück und müssen mit insgesamt drei Leuten reden, bis wir zurück in den Saal dürfen, um nach meiner Jacke zu suchen. Wiederum auf dem Weg dort hin, fällt mir auf, dass sich meine Jacke nicht im Kinosaal, sondern in meiner Tüte befindet. Wir verlassen das Gebäude also so schnell, wie möglich.. typisch?! Bei Mc Donalds das Dinner genossen, fällt uns auf, dass wir einen Cheeseburger zu viel bekommen haben. Diesen wollen wir eigentlich an einen Obdachlosen loswerden oder aber auch einen AUstralier ohne Schuhe. Solche finden wir aber nicht und so ist ein Passant der Glückspilz des Abends. Zuhause wird dann noch Sweet Home Alabama angeschmissen. Ein gelungener Abschluss eines doch recht amüsanten Tages!

Mittwoch, 8. Juli 2009

Old Mc Donald had a farm. Hihahiaho!


Australia Zoo. Es braucht wirklich seine Zeit bis man das komplette Gelände erkundet hat. Selbst für Nichttierliebhaber wird der Besuch des Parks zum Erlebnis. Zwischen Krokodilen, Elefanten, Schlangen und anderen Kreaturen, die man sonst so schnell nicht zu Gesicht bekommen würde, sind die Pfleger freundlich, die Tiere zutraulig. Lassen sich streicheln und füttern. Ja sogar Fotos lassen sie mit sich machen. Normalerweise würde dies wohl eher in die Rubrik Tierquälerei fallen. Allerdings scheinen Koala und Co nicht ganz abgeneigt von dem Kontakt zu den Leuten und können sich vor lauter Zuneigung kaum retten. Das die Schlange, die ich auf dem Arm hatte allerdings auf Kuscheleinheiten steht, wage ich zu bezweifeln. Ein anmutiges Tier mit schuppiger Haut, unbeschreibliches Gefühl, wenn man diese berührt. Kalt, weich und glatt. Auch die Kangeroos hüpften munter und zutraulich durch die Gegend. Fragte man sich trotzdem, warum eines auf einmal ein wenig abdrehte und die Leute anzuspringen schien. Explizit Amelie.. Wir hatten heute jedenfalls unseren Spaß. Zu Beginn wurde uns direkt eine gute Show geboten. Vögel landeten auf den Köpfen der Zuschauer, Krokodile und Schlangen spiegelten ihr Antlitz im Wasser. Unverständlich, warum Leute 2300 Dollar bieten, um einen Tag mit den Elefanten zu verbringen, aber naja.. jedem das seine! Crocodile Hunter Figuren und T-shirts sind immerhin auch nicht jedermanns Sache. Auf jeden Fall war dieser Besuch seiner Wert. Auf, dass die Koalas nicht mehr allzu sehr stinken und ihre wohl verdiente Saubereinheit bekommen!




Dienstag, 7. Juli 2009

It's raining men, halleluja!

Sunshine Coast. Sonnenschein pur. Könnte man meinen, ja. Dem war heute jedoch nicht so. Aufgewacht vom Prasseln des Regens an den Fenstern, unter die Dusche gehüpft und ab geht's nicht in den Australian Zoo, sondern zum Bowlen. Amüsant war es. Ja, das muss man schon sagen. Schlug ich mich doch gar nicht so schlecht. Witzigen Anblick boten so manche Würfe, die beide Male in der Kuhle landeten. Wobei man wissen sollte, dass das nicht meine waren.. Weiter ging es danach nach Nowsa. Ein weiteres kleines Städtchen hier in der Nähe. Viele Leute fahren dort zum Urlaub machen hin. Anders als in Mooloolaba, wo sich die Einkaufsstraße auf einer Seite und der Strand auf der anderen befindet, ist es hier so gehandhabt, dass auf beiden Straßenseiten Geschäfte und Cafés zu finden sind. Der Strand versteckt sich hinter den Gebäuden. Einen schmalen Steg entlang gelaufen, den wunderbar weiten Blick auf das Meer genossen. Das Gefühl ein kleines Stückchen Selbstfund zu spüren, verliert sich das Bewusstsein in der unendlichen Weite. Wir liefen noch weiter bis zu einem Fluss, der sich durch die kleine Stadt zieht. Häuschen an Häuschen gebaut. Ein wunderbarer Anblick. Australische Idylle. Man sichtete ein paar Angler, die vergeblich versuchten einen guten Fang zu machen. Bötchen auf dem Wasser, ein paar Kinder mit Luftmatratzen und anderen Spielzeugen. Undenkbar in Deutschland bei unseren Gewässern. Wenn es das Wetter morgen zulässt, geht es also dann in den Zoo. Ich könnte hier mittlerweile schon meinen eigenen kleinen Tierpark haben, würde ich die Käfer zusammen zählen, die ich schon im Bad erlegt habe.. Schwer nachvollziehbar, wie diese überhaupt ins Haus gelangen. Ist doch vor jedem Fenster hier ein Mückennetz zu finden. Naja, Geckos schaffen es ja schließlich auch. Auf, dass die "King-Festung" nicht noch von größeren Kreaturen gestürmt wird.

Sonntag, 5. Juli 2009

Three weeks left!


Heute ist der sechste Juli. Ein besonderer Tag. Hat doch sowohl meine Austauschschülerin, als auch mein allerliebstes Schwesterherz Geburtstag. Ich bin in Gedanken dabei. Die letzten Tage ist nichts weiter aufregendes passiert. Ich kurrierte mich noch weiter aus. Verbrachte einen Tag damit mich faul in die Sonne zu legen, den Whirl Pool erneut zu benutzen, zu essen und zu schlafen. Vorgestern startete der Tag damit, dass ich meine Zahnbürste im Bad verloren habe. Das muss man erst einmal schaffen. Wunderte ich mich doch sehr, als ich das am Abend vorher benutzte, pinke, Hilfsmittel zur Reinigung meiner Beißerchen, in der Frühe des nächsten Tages nicht mehr finden konnte. How strange is that?! .. Weiter ging es zu Underwaterworld. Ähnlich, wie das Sydney Aquarium. Ihr erinnert euch? Kaum etwas ist langweiliger, als Fische.. Undwaterworld war allerdings etwas interessanter. Gab es zudem auch noch lauter andere hässliche Kreaturen. Zwischen "Spidercrabs", größer, als meine Beine lang sind und anderen absurden Viechern, die man kaum identifizieren konnte, sahen wir Otter, Robben, Haie, Frösche und noch vieles mehr. Am Abend dann ging es weiter mit dem "Harry Potter-Marathon" den wir begonnen hatten. Schließlich wollen wir alle Filme noch einmal gesehen haben, bevor wir uns den sechsten Teil im Kino anschauen. So sahen wir das Ende des zweiten Teils, den dritten und den vierten. Gestern dann, ging es weiter mit dem fünften. Meines Erachtens der Schlechteste. Vorher am Nachmittag, waren wir nach Montville gefahren. Eine kleine "Stadt" bestückt mit lauter bunt und nett aussehenden Häuschen, gelegen inmitten der Hügellandschaft der Sunshine Coast. Zwischendurch hatten wir immer wieder angehalten, um die Aussicht zu genießen. Der Ausblick so einzigartig, nahe dem des National Parcs. Das Auf und Ab der Hügel zieht sich weitläufig über viele Kilometer. Büsche und Bäume, Wiesen und ein paar Straßen, so weit das Auge reicht. Das Meer wahr unschwer auch zu erkennen. Das Ende unklar verborgen. Mit Blick auf die Glashouse Mountains wurde dann noch ein Picknick gemacht. Wir waren ganz schön am bibbern, so kalt war es. Eine weitere Woche australisches Abenteuer ist nun also zu Ende, eine neue bricht an. Ab heute sind es nur noch drei Wochen, bis die Nähe der Liebsten daheim wieder zu spüren ist. Ganz besondere Grüße gehen an diesem Tag an die kleine, rebellische little Miss, die normalerweise über mir wohnt. Auf, dass sie merkt, wie gerne ich jetzt bei ihr wäre. Ich denke an euch, have a very nice day! Die Tagesplanung für heute und die nächsten Tage ist noch ein wenig auf Eis gelegt. Australian Zoo, so wie ein Besuch auf einer Farm, Fabrik und das Erklimmen einer der Glas House Mountains steht noch auf dem Programm. Wir werden sehen, was die Woche bringt

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Mittwoch, 1. Juli 2009

Schweinegrippe ahoi!


Wir schreiben den ersten des Monats. Der Himmel so farbig, wie nie. Die Hälse so rot und schleimig, wie keinen Tag davor. Es ist zehn Uhr, als unsere Lehrer vor der Türe stehen und klopfen. Anders können sie sich nicht bemerkbar machen, denn eine Klingel gibt es im Hause King nicht. Erschrocken weichen sie einen Schritt zurück, als unser, bzw. mittlerweile mein äußerst nett klingender Husten das erste mal ertönt. Mrs King ist auch im Haus und nach einem etwas längeren Gespräch, wird entschieden, dass die Praxis erst mal nur von den Lehrern unsicher gemacht werden soll, damit uns eine lange Wartezeit erspart wird. Gegen elf stehen sie also erneut im Wohnzimmer, bestaunen derweil das Haben der Kings. Weiter geht es also zum Arzt. Um eine ätzende Wartezeit im Wartezimmer sorgen wir uns nicht mehr, denn wir müssen schön im Auto warten, bis wir reingebeten werden. Könnte der laute Husten doch die anderen Patienten erschrecken.. Unsere liebsten Lehrer gesellen sich dabei lieber aus dem Wagen raus, melden uns an und setzen sich doch recht amüsiert auf den des Autos gegenüber liegenden Bürgersteig, als sie uns mit einem breitem Grinsen im Gesicht die berüchtigten Mundschutzmasken reichen. Wir trauen unseren Augen kaum und kriegen uns vor lachen kaum ein. Derweil werden besonders viele Witze über die Schweinegrippe gerissen. Wären doch, würden wir sie haben, auch alle anderen dran, mit denen wir in den letzten Tagen Kontakt hatten. Auch die Lehrer.. Dies betonen wir auch immer wieder gerne und so trauen sie sich nur noch ein einziges Mal an den Wagen, um ein Foto zu schießen. Später würden wir da lustig finden. Mit Sicherheit.. Ist es ja auch kaum warm unter den doch schon schick aussehenden Masken. 27 Grad und Husten, pah! Es gibt nicht viel, was das toppen könnte, ist doch der wärmste Tag der Woche angebrochen. Nun denn. Ein Arzthelfer tritt also aus der Praxis aus, winkt uns von weitem und bittet uns drinnen gleich weiter zum Onkel Doc. Dieser bittet mich natürlich die Makse anzubehalten, weil Amelie ihr Gekeuche mittlerweile unter Kontrolle hat und so sitze ich dort auf diesem schönen Stuhl gegenüber vom Arzt und frag mich, womit ich das alles wieder verdient habe. AUsziehen darf ich den Mundschutz regelrecht nur ein paar Sekunden, damit mir in den Hals geschaut werden kann. Mhhh... Die Diagnose lautet aber nun zum Glück Bronchitis und keine Schweinegrippe. Ich muss also nicht um mein Leben fürchten, sondern mein Fieber und Gekrächze mit Saft und inhalieren stillen. Mitterweile schon unzählige Halstabletten gelutscht, Tee und spezielle Hausmittel der Australier zu mir genommen, was da zum beispiel wäre, Zitrone mit Honig, Brandy und Wasser vermischt, liege ich jetzt für zwei Tage flach. Den Camping Trip wird wohl keiner antreten können. Entertaining wird sicher trotzdem gegeben sein, sind die hier vorhandenen Filme doch kaum überschaubar. Ab und an zeigt auch die Sonne ihr Gesicht, also wird man die Tage der Krankheit schon irgendwie rumkriegen. Hofft man jedenfalls! Die deutschen Gedanken bleiben bei so wenig Tun und Schaffen natürlich nicht aus und so sende ich spezielle Grüße an alle Lieben daheim und hoffe, dass die Distanz euch genauso vermissen lässt, wie ich euch. Wenn die Bronchitis erst mal überwunden ist, geht es weiter bergauf und dann wird das australische Land weiter auf den Kopf gestellt und es gibt wieder mehr zu berichten. Alles Gute aus der Ferne, auf, dass die "Cyberviren" nicht bis zu euch vordringen! Optimisten stehen nicht im Regen, sie duschen unter einer Wolke.